Norbert Froitzheim, Verleger und Geschäftsführer des Deutschen Ärzteverlags, diskutierte auf der INSPIRATO PHARMA MARKETING 2017 die Zukunft der Healthcare-Medien.

Zum 5. Mal kam die Branche zur INSPIRATO PHARMA MARKETING zusammen, dieses Mal im Kameha Grand Hotel Bonn. Unter dem Motto „In Search of Excellence“ lernten die Teilnehmer an zwei Tagen neuesten Best Cases aus den Bereichen OTC, RX und Change Communication kennen.

Der Dauerbrenner Digitalisierung setzte dem Diskurs seinen Stempel auf. Fun fact: Das Durchschnittsalter der Tagesschau-Zuschauer beträgt aktuell 62 Jahre (Tendenz alternd), während die Medianutzung sich insgesamt vervielfacht hat. Das referierte Jürgen Seitz, Professor für Marketing, Medien & Digitale Wirtschaft, Hochschule der Medien, Stuttgart.

Massenmedium TV verliert, doch wie verhält es sich mit Print?

Während das TV als Massenmedium User verliert, gewinnen insbesondere On Demand-Angebote die Jungen und Gutverdienenden für sich. Doch wie verhält es sich mit der Gegenüberstellung von Print- und Online-Angeboten für Ärzte? Und welche Medien und welche Endgeräte sind so relevant, um zu einem effektiven Mediamix in der Healthcare-Kommunikation beizutragen?

Diese Fragen diskutierten beim Media Future Talk Andreas Arntzen, CEO, Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG, Andrea Biebl, Geschäftsführerin, MW Office Gesellschaft für Marketing und Werbung mbH, Norbert Froitzheim, Geschäftsführer, Deutscher Ärzteverlag GmbH und Eberhard Stork, Head of Marketing, HERMES Arzneimittel GmbH.

Norbert Froitzheim, Verleger und Geschäftsführer des Deutschen Ärzteverlags, sieht in der Verzahnung zwischen Offline- und Online-Kommunikation vor allem den Vorteil der besseren Messbarkeit von Werbewirkung: Werber müssten sich heute die Frage nach der Qualität ihrer Werbebotschaft eher gefallen lassen als früher.

Was in Zukunft zählt: Messbarkeit und Content-Qualität

Damit wäre auch klar: Die Werbung ist Technologie- und KPI-getriebener geworden, aber die Zahlenmenschen und Informatiker haben das Marketingruder nicht ganz übernommen. „Ohne guten und relevanten Content, User-zentriert, SEO-optimiert und zielgerichtet, werden Kommunikationskonzepte nicht erfolgreich sein,“ so Froitzheim. Das ruft, zum Glück, wieder die Kreativen ins Spiel.

Was bedeutet das für das reichweitenstärkste und beliebteste Medium in der deutschen Ärzteschaft, für das Deutsche Ärzteblatt? „Es gibt nicht ‚den Arzt’ – und aus dem Grund differenziert das Deutsche Ärzteblatt seine Ausgabe nach APIs, Klinikern und Fachärzten. Was die Ärzteschaft aber eint – und das altersunabhängig – ist ihre hohe Affinität zur Printlektüre,“ erklärt Froitzheim. „Die maximale Reichweite in der genau richtigen Zielgruppe bleibt daher das erste Gebot für die Kalkulation von Mediabudgets. Ob Offline oder online, stellt sich erst danach. Aber wir arbeiten bereits an einem geschlossenen Portal für aerzteblatt.de, damit die Leser des Deutschen Ärzteblatts sich auch online austauschen und HWG-konforme Pharmainformationen erhalten können.

DocCheck entwickelt App für die Vernetzung von Ärzten und dem Pharma-Außendienst

Im Worklab von DocCheck konnten die Teilnehmer tiefe Einblicke gewinnen, wie DocCheck eine App für die Vernetzung zwischen Ärzten und Pharma-Außendienst entwickelt. Eindruck hat insbesondere die umfassende qualitative Marktforschung hinterlassen, deren Ergebnisse DocCheck während des gesamten Entwicklungsprozesses in die App einfließen lässt. Jetzt bleibt es abzuwarten, wann der Startschuss für die App fällt und ob sie sich zu Ärzte’s Liebling entwickeln wird. Wir werden berichten.

Beitragsbild: © istock.com/monkeybusinessimages

 

 

 

 

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Veröffentlicht von Susanna Cho

Schreibt für Health Relations die Corporate News des Deutschen Ärzteverlags und betreut unsere Gastautoren sowie die Bildredaktion.

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