Storytelling für Pharma: Ein Essay von Walter Bischof

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Von Reisen, die inspirieren: Von einem sommerlichen Städtetrip berichtet unser Gastautor Walter Bischof, Media- und Kommunikationsexperte bei MW Office.

Dieser Dom inspirierte unseren Gastautoren Walter Bischof zu einem Bericht über Storytelling.In meinem Sommerurlaub fand ich mich vor diesem vier Meter hohen Portal wieder. Es war von oben bis unten übersät mit Bronzereliefs, die in Bildern Geschichten aus der Bibel nacherzählen. Als Kommunikationsberater erinnert mich der Anblick unweigerlich an mein Fachgebiet: Storytelling.

Mit einem nicht sonderlich gewagten Gedankensprung sind wir schnell mitten im Thema Content Marketing. Auch wenn der Begriff mittlerweile durch intensiven Gebrauch ein wenig abgegriffen erscheint, so halte ich ihn dennoch für ein kostbares Werkzeug im Pharmamarketing. Denn welcher Wirtschaftszweig sonst produziert durch hochwertige Forschung und wissenschaftliche Fortschritt eine  derartige Fülle an Themen, die den Menschen unmittelbar an Körper und Geist betreffen?

Storytelling: Digital erzählte Geschichten verbreiten sich wie ein Lauffeuer

Und genau diese Themen lassen sich ganz wunderbar in Geschichten erzählen. Sind solche Geschichten erst einmal gefunden und festgehalten, lassen sie sich hervorragend über die verschiedenen Medienkanäle verbreiten. Ein vier Meter hohes Bronzeprotal, gespickt mit Reliefs, ist vielleicht nicht mehr das modernste Medium, aber selbst die tradierten Printmedien eignen sich bestens als Content-Medien. Besonders spannend wird es aber, wenn guter Content in Bewegtbild-Formaten aufbereitet wird. Nicht nur seine Verbreitung in digitalen Medienkanälen hilft bei der zielgruppenadäquaten Auslieferung. Auch das Teilen in den sozialen Medien wird erleichtert, und die Messung definierter Erfolgsparameter ganz wesentlich vereinfacht. Weil Bilder nun mal einen unschlagbaren Vorteil gegenüber dem geschriebenen Wort liefern, eignen sich digitale Verbreitungskanäle ganz besonders gut für eine Content-Marketing-Strategie. Und schon bekommt der Begriff „Portal“ eine neue Wertigkeit.

Vorteil Pharma: Wir können von anderen lernen

Nun zählt Pharma zugegebenermaßen nicht zu den innovationsfreudigsten Branchen. Der professionelle Umgang mit elektronischer Informationsverbreitung wird uns schon längst von anderen Branchen vorgemacht. Das kann man aber auch als Vorteil betrachten. Wir müssen hier nicht alle Fehler wiederholen, die andere schon mal gemacht haben. Und wir wissen mittlerweile eine Menge über die richtige Vorbereitung, die Definition einer geeigneten Strategie, die Bereitstellung notwendiger Ressourcen und die Definition klarer Messkriterien für das Aufsetzen einer Content-Marketing-Strategie.

Storytelling sensibilisiert und aktiviert unsere Kunden

Besonders im Pharmamarketing lassen sich damit innovative Kampagnen aufsetzen, die das Zielpublikum mit Botschaften zu Ihrem Produkt oder Ihrem Service versorgen und immer neue Angebote schaffen, die Bindung zu intensivieren. Wir Kommunikationsleute nennen das „Engagement“. Dieses Engagement ist eine unverzichtbare Vorbedingung, Ihre Zielgruppe zur Durchführung einer beabsichtigten Handlung zu aktivieren. Das nennen wir dann „Activation“ und stellt das eigentliche Ziel unserer Bemühungen dar.

Genau wie das Bild von dem Portal im Bild ganz oben. Die Kraft der Darstellung und die Imposanz seiner Umsetzung hatte ein großes Ziel: die Menschen in Ehrfurcht und Faszination in das Gebäude hineinzulocken, um dort Heilung zu erfahren.

Ach ja, das Portal: Italien-Freunde unter Ihnen haben längst erkannt, dass es sich um das Westportal des Mailänder Doms handelt. Ein Besuch vor Ort kann – wie Sie gemerkt haben – wirklich inspirierend sein.

Dieser Artikel wurde zum ersten Mal im April 2016 veröffentlicht und jetzt aktualisiert.

Portalbild: © privat
Lippenbild: © iStock.com/taratata

Beitragsbild: © fotolia.com/jean-michel priaux

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