CSR bei Henry Schein: Verantwortung übernehmen – und den Unternehmenswert steigern

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Große Unternehmen zeigen gerne, dass sie gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Bei Henry Schein ist Corporate Social Responsibility tatsächlich gelebte Unternehmensstrategie.

Corporate Social Responsibility (CSR) ist für viele Unternehmen ein Thema. Glaubhaft ist es jedoch erst, wenn das Engagement sich auf Themen konzentriert, die sich mit den Kernkompetenzen des Unternehmens decken oder bei denen es zumindest Anknüpfungspunkte gibt. Bei Henry Schein ist der Fall. Das US-Unternehmen gehört zum Kreis der weltweit größten Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Praxen im Bereich der Zahn-, Allgemein-, und Tiermedizin. „Unser Ziel ist es, benachteiligten Menschen auf der ganzen Welt einen besseren Zugang zu Gesundheitsleistungen zu ermöglichen“, sagt Ricarda Gürne, Manager Corporate Communications. In welchem Umfang, ist den wenigsten bewusst.

Seit 2001 werden alle sozialen Aktivitäten in dem CSR-Programm „Henry Schein Cares“ gebündelt. Das Programm fördert Präventions-, Gesundheits-, Behandlungs- und Schulungsprogramme. Dabei stehen drei Bereiche im Zentrum: die Förderung der Gesundheit, Kapazitäten stärken durch die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten sowie Unterstützung nach Katastrophenfällen.

 

Image des Unternehmens verbessert sich durch CSR

Wenn die CSR hoch ist, steigert das den Wert eines Unternehmens. Die Reputation eines Unternehmens verbessert sich, die Produkte werden bekannter auch in einem anderen Kontext. Und wer gibt, bekommt auch etwas zurück. „Durch unsere Aktivitäten schaffen wir einen bedeutungsvollen Nutzen für die Gesundheit und tragen überdies zum langfristigen Erfolg unseres Unternehmens bei“, sagt Gürne. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen 19.000 Mitarbeiter in 33 Ländern.

Gesund beginnt im Mund: Zahnbürsten und Zahnpasta für geflüchtete Menschen
Gesund beginnt im Mund: Zahnbürsten und Zahnpasta für geflüchtete Menschen © Henry Schein

Auch in Deutschland ist Henry Schein aktiv. Erst kürzlich wurde die Spendeninitiative „Gesund beginnt im Mund“ ins Leben gerufen. Auf diese Weise soll die Zahngesundheit geflüchteter Menschen verbessert werden, denn in vielen Herkunftsländern ist das Mundhygieneverhalten nicht vergleichbar mit der deutschen Situation. Henry Schein Cares spendete zahnärztlichen Initiativen im ganzen Bundesgebiet mehr als 100.000 Prophylaxe-Artikel, darunter Zahnbürsten und Zahnpasta. Der Wert lag bei mehr als 50.000 Euro. „Ziel ist es, ehrenamtlich engagierte Zahnärzte zu unterstützen, die sich für die Verbesserung der Mundgesundheit von Flüchtlingen einsetzen. Mit der Spende von Prophylaxe-Materialien leisten wir einen kleinen Beitrag in diesem Bereich“, erklärt Natascha Hollingshead-Tamer, Manager Communications die Aktion.

Kooperationen mit strategischen Partnern pflegen

Strategische Kooperationen sind bei CSR sinnvoll. So wurde die „Gesund beginnt im Mund“-Aktion durch die Spendenpartner CP GABA und Sunstar Deutschland unterstützt – und gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer umgesetzt. Gemeinsam ist man eben stärker. Deshalb pflegt Henry Schein weltweit Kooperationen mit strategisch ausgewählten Partnerorganisationen. Etwa in den USA. Durch die enge Verzahnung können medizinische Hilfsgüter nach Naturkatastrophen ohne Zeitverlust in die betroffenen Regionen gebracht werden. Das hat nach dem Erdbeben in Nepal im April und Mai 2015 gut funktioniert.

„Es ist unsere Überzeugung, dass es uns gut geht, wenn wir Gutes tun, sagt Hollingshead-Tamer. Denn schon den Gründern Henry und Esther Schein, die 1932 mitten in der Depression im New Yorker Stadtteil Queens eine kleine Apotheke eröffneten, halfen Not leidenden Nachbarn. „Seit damals sind wir unserem Motto „’Doing well by doing good‘ treu geblieben“, betont Hollingshead-Tamer.

Attraktiver Arbeitgeber: Gelungene CSR bindet Mitarbeiter ein

http://helpinghealthhappen.org/
http://helpinghealthhappen.org/

Henry Schein motiviert auch seine Mitarbeiter für die gute Sache. Ein Paradebeispiel ist die Initiative „Henry’s Angels“ in Großbritannien. Dort engagieren sich Mitarbeiter auf lokaler Ebene. Zum Beispiel richteten sie ein Fest für Kinder in einem Hospiz aus und sammelten Spenden für die Brustkrebsforschung. Damit die Mitarbeiter über die sozialen Aktivitäten gut informiert sind, berichteten Mitarbeiterzeitungen in den USA und Deutschland darüber. So positioniert sich Henry Schein auch als attraktiver, sozial verantwortungsvoller Arbeitgeber.

Ein weiterer Informationsweg ist der Firmen-Facebook-Kanal. Spannende Berichte über Hilfseinsätze bietet zudem der Helping Health Happen-Blog. Auf dieser Plattform berichten Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen über ihre Hilfseinsätze.

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