Der Arzt im Internet: E-Mail, Datenaustausch, Recherche, Fortbildung

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Ärzte lesen gerne Fachzeitschriften, aber auch das Internet ist inzwischen ein fester Bestandteil ihrer beruflichen Tätigkeit.

Wie die aktuelle API-Studie des Arbeitskreises LA-MED zeigt, verzichten mittlerweile nur noch 4 Prozent der niedergelassenen Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten (API) völlig auf die berufliche Nutzung des World Wide Web.

Fast drei Viertel der 1007 für die Studie befragten Ärzte ist täglich oder sogar mehrmals täglich online. Während die meisten Ärzte (53 Prozent) zwischen 1 und 5 Stunden pro Woche im Netz verbringt, sind es bei einem knappen Viertel (22 Prozent) sogar bis zu 10 Stunden.

Ärzte unter 40 Jahren nutzen das Internet stärker als ihre älteren Kollegen. Bei der Befragung gab keiner der Ärzte in dieser Altersgruppe an, das Internet überhaupt nicht zu nutzen. Der Anteil derjenigen, die mehrmals am Tag im Netz unterwegs sind, liegt bei den unter 40-Jährigen bei 67 Prozent.

Junge Ärzte verbringen mehr Zeit im Netz

Die jüngeren Ärzte verbringen bei ihren Besuchen auch mehr Zeit im Internet: Nur 18 Prozent beschränken sich auf 1-3 Stunden pro Woche, die meisten (59 Prozent) surfen 3-10 Stunden pro Woche. Und immerhin mehr als ein Zehntel (14 Prozent) verbringt bis zu 15 Stunden die Woche im Netz.

Ein bedeutsamer Teil dieser Zeit entfällt auf die berufliche Nutzung: Bei der API-Befragung gab fast die Hälfte der Ärzte an, das Internet zu etwa gleichen Teilen beruflich und privat zu nutzen. Bei fast einem Fünftel kommt die Arbeit im Netz deutlich vor dem Privatleben, sie nutzen das Internet zu mehr als 75 Prozent beruflich.

E-Mail, Datenaustausch, Recherche, Fortbildung

„39 Prozent der befragten Ärzte bildet sich mindestens einmal im Monat online fort.“Doch was genau tun die Ärzte im Internet? Laut API-Studie lesen und schreiben sie E-Mails oder tauschen online Daten aus, etwa Befunde mit Kollegen, Laboranalysen oder DMP- und Abrechnungsdaten. Ein Teil von ihnen recherchiert auch im Internet nach medizinischen Informationen oder nutzt die Möglichkeit sich fortzubilden und CME-Punkte zu sammeln, wobei die jüngeren Ärzte letzterer Möglichkeit offener gegenüberstehen: 39 Prozent von ihnen bildet sich mindestens einmal im Monat online fort.

Kaum Online-Austausch mit Kollegen und Patienten

Sehr skeptisch stehen Ärzte – aller Altersgruppen – offenbar dem Austausch mit Kollegen im Internet, etwa über Foren und Netzwerke, gegenüber: Gerade einmal ein Zehntel nutzt diese Möglichkeit einmal im Monat, mehr als 40 Prozent dagegen gar nicht. Und auch für die Patientenkommunikation (z.B. Terminvereinbarungen) wird das Internet kaum genutzt: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der befragten Ärzte gibt an, das Internet nie für die Kommunikation mit Patienten zu nutzen.

Hier scheint es allerdings einen Alterseffekt zu geben. Die jüngeren Ärzte sehen im Netz eher eine Möglichkeit, mit ihren Patienten in Kontakt zu treten. Immerhin 22 Prozent der unter 40-Jährigen nutzt das Internet zu diesem Zweck täglich.

Eigene Homepage ja, soziale Medien nein

Über eine eigene Homepage, auf der die Patienten sich über die Praxis informieren können, verfügen inzwischen 38 Prozent der Ärzte. Social-Media-Angeboten können die befragten Fachgruppen dagegen nicht viel abgewinnen: Einen eigenen Facebook-Eintrag hat gerade einmal 1 Prozent von ihnen. Und mehr als 80 Prozent geben an, Social-Media-Angebote wie Facebook, Xing oder Twitter nie beruflich zu nutzen.

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