Who’s who | Dr. Nils Hellrung: „Im ersten Schritt sicher, im zweiten smart“

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Dr. Nils Hellrung, vitagroup
Dr. Nils Hellrung, General Manager bei der vitagroup © vitagroup

Die vitagroup launcht einen neuen Messengerservice: WEDOO. Für Dr. Nils Hellrung, General Manager bei der vitagroup AG, ist das ein weiterer Baustein für die Vision eines digitalen Gesundheitssystems. An der feilt er seit seiner Studentenzeit.

„Ich wäre gerne Arzt geworden. Ich kann nur leider kein Blut sehen.“ Eine Karriere als Mediziner war Dr. Nils Hellrung nicht beschieden. Eine Karriere im Gesundheitswesen schon. Der 42-Jährige ist heute General Manager bei der vitagroup AG in Mannheim und Geschäftsführer der Symeda GmbH, die zur vitagroup zählt. Symeda ist sein Baby, er hat die Firma gegründet, damals, als er frisch von der Universität kam.
Eigentlich hat er Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Informations- und Kommunikationssystem an der TU Berlin studiert. Das Studium führte ihn auch nach Kanada, wo er für einen Hardware-Dienstleiter für Radiologen arbeitete. „Da habe ich angefangen, mich für das Thema zu begeistern, was IT im Gesundheitswesen verbessern kann.“ Er legte nach, studierte Medizin-Informatik in Österreich und promovierte anschließend in Braunschweig.

Nils Hellrung ist ehemaliger Leistungssportler. Das hat ihm beigebracht, durchzuhalten

Er ist Wissenschaftler, aber er mag auch die Praxis. Er will Ideen nicht nur erforschen, er will, dass sie auf die Straße kommen. Kein Wunder, dass eine Laufbahn an der Universität ihn eher weniger reizte. „Ich habe schon während meiner Promotion praktisch gearbeitet. Ich war ständig in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen unterwegs, habe mit Ärzten und Pflegekräften gesprochen, um Bedarfe zu analysieren und daraus konkrete Projekte entstehen zu lassen, die dann auch wirklich in der Versorgung ankommen“, erinnert er sich. Schon während seiner Promotion gründet er seine Firma Symeda, ein Start-up für digitale Services im Gesundheitssystem. „Ich saß teilweise im Büro, in der Uni oder zu Hause und meine ersten beiden Angestellten, zwei Entwickler, saßen beim Professor im Keller.“ Die vitagroup beschäftigt heute 250 Angestellte. Der Weg führte nach oben. Aber nicht ohne Talfahrten. „Acht Jahre habe ich die Symeda durch Höhen und Tiefen geleitet, ohne Investor oder großes Netzwerk. Ich kam ja frisch von der Uni.“ Nils Hellrung war früher Leistungssportler, spielte professionell Tennis. Das hat ihm geholfen, durchzuhalten. Er ist stolz darauf, es geschafft zu haben, ein profitables Unternehmen im Bereich Gesundheit aufzubauen in einem Markt, der damals alles andere als auf ihn gewartet hat. „Wissen Sie, damals war Digitalisierung noch erklärungsbedürftig, anders als heute. Das Thema erlebt in den letzten Jahren einen massiven Aufschwung. Es ist eine Dynamik auf dem Markt, die ich jetzt unbedingt voll mitgehen möchte. „Das ist der Grund, warum er 2018 Symeda an die vitagroup verkaufte und nun dort als General Manager das gesamte operative Geschäft verantwortet.

Sixpack - die 6 Entscheiderfragen

Lesen: digital oder analog? analog
Health Wearables: Ja oder Nein? Nein
Schreibtisch: Aufgeräumt oder logisches Chaos? logisches Chaos
Wer hat das letzte Wort: Kopf oder Bauch? Das erste und letzte Wort hat der Bauch.
Freizeit: Eher Sport oder lieber chillen? Sport. Tennis. Immer öfter.
Musik: Vinyl oder Digital? digital

Das Fundament: die Analyse der Bedarfe

Die Vision der vitagroup ist die Verbesserung der Gesundheitsversorgung mithilfe der Digitalisierung. Aus seiner Sicht bedeutet das vor allem Patienten-Zentrierung. „Wir fokussieren uns aus meiner Sicht immer noch zu stark auf unterschiedliche Sektoren und Einrichtungen, anstatt den Patienten wirklich in den Mittelpunkt zu stellen. Für mich muss die Digitalisierung sicherstellen, dass der Patient wirklich ein durchgängiges Erlebnis hat, dass er permanent betreut wird, egal wo er ist und was er hat.“ Manchmal helfe der Perspektivwechsel. Er selbst stellt sich dann vor, wie es wäre, wenn er beim Arzt eine Diagnose wie Krebs erhalten würde.  „Welche Fragen habe ich dann, welche Informationen brauche ich dann?“

Für die perfekte Patient Journey müssten alle am Therapieprozess beteiligten Personen mitgenommen werden: Patienten, Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten. Und es müssten die Bedarfe ausgearbeitet werden. „Schauen wir uns die erfolgreichen digitalen Plattformen und Ökosysteme an. Sie haben eines gemeinsam: Sie erfüllen ein Grundbedürfnis. Google beantwortet Fragen, Facebook verbindet Menschen.“ Und WEDOO? „WEDOO erfüllt das Grundbedürfnis von Ärzten nach einem sicheren Kommunikationsmittel, das sich an bekannten Vorbildern wie WhatsApp orientiert und intuitiv nutzbar ist.“ Aber das ist nur der erste Schritt. Aber erst einmal: Was ist WEDOO genau?

WEDOO ist im ersten Schritt sicher, im zweiten smart

Messenger WEDOO
© WEDOO

Hinter WEDOO verbirgt sich der neue digitale Messengerservice der vitagroup, der speziell für den Healthcarebereich entwickelt wurde. Die App ist rechtskonform und ermöglicht eine sichere Kommunikation gemäß DSGVO. Zusätzlich zur App steht den Nutzern der Dienst auch als Browser-Anwendung zur Verfügung.
Die Basic-Version ist kostenlos und bietet bereits einige Features, die auf den Bedarf in Kliniken oder Praxen zugeschnitten sind, wie beispielsweise eine Schwärzfunktion für Patientendaten. Die Smartfeatures wie das Besuchermanagement sind hingegen kostenpflichtig. „Im ersten Schritt ist das Tool ein sicheres, im zweiten Schritt ist es ein smartes Kommunikationsmittel.“ Damit meint Nils Hellrung vor allem eines: „Es gibt viele Dialogstrecken, die sehr viel Zeit kosten und sich wiederholen. Wir wollen diese automatisieren, sodass die Belastung für alle Teilnehmer innerhalb des Dialogs reduziert wird.“

Welche Fragen und Bedürfnisse oder Dialogstrecken im Raum stehen, das haben er und sein Team unter anderem auch von den Mitarbeitern im Gesundheitswesen selbst erfahren. Sie haben Interviews an der Front geführt, mit Ärzten oder Pflegekräften gesprochen. Dass Ärzte generell digitalen Lösungen feindlich gegenüberstehen, diese Erfahrung teilt der Manager nicht. „Ärzte haben ein digitales Alltagsleben. Es ergibt keinen Sinn, wenn ein Arzt acht Stunden am Tag in den Neunzigern stehen geblieben ist und danach fröhlich mit seinem Smartphone kommuniziert.“

Ein Baustein in einem eigenen digitalen Ökosystem

Die Idee eines sicheren Messengers für Healthcare Professionals ist nicht neu. Für ihn kein Grund, sich nicht auf diesem Gebiet zu betätigen. Zudem WEDOO ein Einstieg in die Health Intelligence Plattform der vitagroup sein soll, die verschiedene Dienstleistungen vernetzt und ein eigenes Ökosystem darstellt. In der Kommunikation für den Messengerdienst setzt die vitagroup auf einen Mix aus On- und Offline-Maßnahmen und Empfehlungsmarketing. „Corona spielt uns hier in die Karten. Es gibt ganz viele Lösungen und Themen, die durch die Pandemie einen Schub erhalten.“

WEDOO ist also ein weiterer Baustein einer digitalen Versorgungswelt, in der alle Tools ineinandergreifen und eine perfekte Patient Journey ermöglichen. Eine schöne Vision. Eine, die Nils Hellrung antreibt. „Das ist es, was mich als Manager nach wie vor am meisten motiviert: Zu erleben, dass digitale Services das Leben von Patienten grundlegend verbessern können.“

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