Erfolgsfaktoren für Social Media: Die richtigen Gesichter und Protagonisten

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Sprechblasen Köpfe Social Media
© Liubou Yasiukovich / shutterstock

Diese Serie zeigt Ihnen die zentralen Faktoren für eine erfolgreichere Social-Media-Strategie, allesamt aus langjähriger Erfahrung in der Beratung meiner Kunden entstanden. Teil 2: Wie Sie die richtigen Gesichter und Protagonisten für Ihre Sozialen Medien finden.

Menschen vertrauen in erster Linie anderen Menschen – und nicht Marken, Unternehmen oder Institutionen. In den sozialen Medien ist dies besonders ausgeprägt. Hier sind die Aktivitäten von einzelnen Personen fast durchweg erfolgreicher als Auftritte von anonym agierenden Unternehmen. So hat beispielsweise Joe Kiani, CEO des Med-Tech Unternehmens Masimo auf Twitter wesentlich mehr Follower, als sein Unternehmen.

© Joe Kiani /Twitter (Screenshot)

In den sozialen Medien geht es in erster Linie um Geschichten. Und Geschichten brauchen Protagonisten, die sie erzählen oder darin handeln.

Was bedeutet das für Ihre Social Media Aktivitäten im Gesundheitsmarkt? Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Ihre Kommunikation stärker auf Menschen und Gesichter zu verlagern:

Mitarbeiter als Botschafter

Die einfachste Möglichkeit der Personalisierung wird oft unterschätzt oder noch nicht hinreichend genutzt. In Ihrem Unternehmen gibt es jede Menge Potential für Geschichten von und mit Ihren Mitarbeitern. Kollegen können als Interview-Partner, Zitatgeber oder auch als Autoren von Beiträgen auftreten. Sehr gut geeignet für solche Formate sind Videos und digitale Live-Events.

  • Mitarbeiter können aber auch Reichweite und Glaubwürdigkeit über ihre eigenen Social Media Profile generieren. Immer mehr Unternehmen setzen daher sogenannte Corporate-Influencer-Programme auf, die alle Mitarbeiter zum aktiven Kommunizieren und Teilen unternehmensbezogener Inhalte einladen. Beispiele für diesen Ansatz finden sich unter anderem bei den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken oder bei der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Mitarbeiter sind die beste Werbung: Mitarbeiter-Kampagnen von Kliniken

  • Kooperation mit externen Partnern
    Oft ist es hilfreich, mit kompetenten, glaubwürdigen Partnern zusammen zu arbeiten. Solche Kooperationen sollten aber deutlich über kurzlebige Influencer-Kampagnen hinaus gehen. So hat beispielsweise ein YouTube Auftritt wesentlich mehr Aussicht auf Erfolg, wenn Sie ein klares inhaltliches Konzept verfolgen und mit Protagonisten arbeiten, die aus der Szene des Mediums kommen. Das müssen nicht unbedingt bekannte Influencer mit hoher Reichweite sein. Wichtig ist vielmehr, dass Sie als sympathisch und glaubwürdig wahrgenommen werden und auch inhaltlich-kreative Kompetenz für das Medium mitbringen.
  • Führungskräfte als Leuchttürme
    Insbesondere auf Twitter und LinkedIn, aber auch auf Facebook, sprechen immer mehr Pressechefs, Bereichsleiter, CEOs oder andere Führungskräfte mehr oder weniger offiziell im Auftrag ihrer Unternehmen. Nutzen Sie dieses Potenzial bereits? Sie können damit häufig mehr erreichen, als mit anonymen, spröden Corporate Kanälen. Im deutschen Healthcare-Markt halten sich Führungskräfte und CEOs mit Social-Media-Aktivitäten häufig noch zurück. Im angelsächsischen Raum gibt es bereits eine ganze Reihe von „Social Media CEOs“ in der Healthcare-Branche. Nutzen Sie das Potenzial, hier selbst Maßstäbe für Ihre Branche zu setzen!

In Teil 1 der Serie „Erfolgsfaktoren für Social Media“ geht es um das Thema: Ziele definieren und Zielgruppen verstehen.

In Teil 3 der Serie „Erfolgsfaktoren für Social Media“ geht es in Kürze um das Thema: Haltung und Eigenständigkeit: Wie entwickeln Sie eine  unverwechselbare Stimme im Netz?

Christian Münch ist freier Berater für Marketing und Kundenerlebnis in der digitalen Transformation. Er ist seit dem ersten Modem online und hat von Beginn an im digitalen Marketing gearbeitet. Im Laufe mehrerer Agenturstationen betreute er zahlreiche namhafte Unternehmen, bevor er sich Anfang 2018 selbstständig machte.

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