Uniklinikum Düsseldorf: Günstige Wohnungen für Mitarbeiter

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Die Uniklinik Düsseldorf schafft Wohnraum für neue Mitarbeiter
© Uniklinikum Düsseldorf

Ein Modellprojekt der Uniklinik Düsseldorf und der Stadt Düsseldorf schafft neuen Wohnraum für Klinikbeschäftigte und macht die Klinik zum attraktiven Arbeitgeber.

Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, im Werben um Fachkräfte verschiedenen Maßnahmen zu verfolgen. Die Universitätsklinik Düsseldorf tut dies bereits seit einiger Zeit und sucht im Ausland nach Fachkräften. Kürzlich haben die Verantwortlichen ein neues Modellprojekt gestartet: Die Uniklinik kooperiert mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD), um günstiges Wohnen für Fachkräfte zu ermöglichen.

Der neu geschaffene Wohnraum ist auch für Ärzte gedacht, berichtet Tobias Pott, Leiter Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Universitätsklinikum Düsseldorf. „49 Wohneinheiten sind freifinanziert und daher insbesondere für finanzkräftigere Mitarbeiter, etwa aus dem ärztlichen Dienst, interessant.“ Das Gebäude in Kliniknähe an der Düsseldorfer Witzelstraße umfasst 159 Wohnungen, die der Klinik von der Stadt Düsseldorf zur Verfügung gestellt wurden. Dies allein zu dem Zweck, darin Beschäftigte der Uniklinik Düsseldorf unterzubringen.

Einmaliges Modellprojekt

Das Projekt könnte eine Vorreiterrolle für andere Kooperationen dieser Art einnehmen. Gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf und der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) hat das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) ein in Düsseldorf bisher einmaliges Konzept für gefördertes Wohnen von Beschäftigten präsentiert. Voraus gegangen waren Gespräche zwischen der Stadt und der Uniklinik als einem der größten Arbeitgeber der Stadt.

Die Wohnungen, die zukünftig den bereits im UKD arbeitenden und neuen Beschäftigten angeboten werden können, gliedern sich in mehrere Kategorien: Von den Wohnungen, die über das UKD vergeben werden, sind zwei Drittel für förderberechtigte Mieter reserviert, die aufgrund ihres geringeren Einkommens ansonsten nur schwer an Wohnraum in Düsseldorf gelangen könnten. So sind 79 Wohneinheiten öffentlich geförderter Mietwohnungsbau, für die ein Wohnberechtigungsschein A oder B benötigt wird. Weitere 31 Wohneinheiten sind preisgedämpfter Mietwohnungsbau. Hier gilt die Einkommensgrenze des geförderten Wohnungsbaus zuzüglich 60 Prozent.  Hinzu kommen dann die 49 freifinanzierten Wohneinheiten. Bereits jetzt betreibt das UKD rund 380 Personalunterkünfte, Miet- und Dienstwohnungen, die rund 160 neuen Wohnungen an der Düsseldorfer Witzelstraße werden noch dazu kommen.

Mit bezahlbarem Wohnraum Mitarbeiter gewinnnen

In Zeiten, in denen bezahlbare Wohnungen immer knapper werden, ist eine solche Initiative ein gutes Mittel, um Werbung für das eigene Haus zu machen. Außerdem stellt es die Uniklinik Düsseldorf als Arbeitgeber dar, der sich um das Wohl seiner Mitarbeiter sorgt. So etwas hat durchaus Gewicht, wenn es um die Personalgewinnung geht. Das weiß auch Tobias Pott: „Düsseldorf ist eine attraktive Boom-Stadt, die viele Menschen anzieht. Nicht immer ist es im Ballungsgebiet einfach, eine bezahlbare Wohnung in Kliniknähe zu bekommen. Verfügbarkeit von Wohnraum ist aber eng mit der Personalgewinnung verbunden. Durch die Kooperation mit der Stadt Düsseldorf und dem SWD bietet das Universitätsklinikum einen wichtigen Standortvorteil und kann ein Signal an seine Beschäftigten und Interessenten senden.“

Die Wohnungsbauinitiative ist nur eine von zahlreichen verschiedenen Maßnahmen, die die Uniklinik Düsseldorf unternimmt, um neues Personal zu gewinnen und vorhandenes zu halten. So unterhält sie beispielsweise zwei Betriebskindertagestätten, hat verschiedene Sportangebote für das Personal oder bietet eine Notfallbetreuung für Mitarbeiterkinder an, sollte die externe Kinderbetreuung einmal spontan ausfallen. Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl an vergünstigten Mitarbeiteressen. Tobias Pott hat die Erfahrung gemacht, dass es meist nicht nur eine Maßnahme ist, die eine Klinik als Arbeitgeber attraktiv macht: „All dies sind Gründe sich als Arzt für das Universitätsklinikum Düsseldorf zu entscheiden, die auch so wahrgenommen und von uns auch für die Außendarstellung eingesetzt werden.“


Über 50.000 Patienten werden jährlich am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) stationär versorgt. Zudem werden etwa 300.000 Patienten im Jahr ambulant behandelt. Damit ist das UKD das größte Krankenhaus in der Landeshauptstadt und eines der wichtigsten medizinischen Zentren in NRW.

 

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