Diese Kliniken punkten mit unkonventionellem Recruiting

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Uniklinikum Freiburg Filmplakat
© Uniklinikum Freiburg (Plakatausschnitt)

Wie erfolgreich eine Personalrecruiting-Kampagne ist, hängt nicht selten von einer guten Idee ab. Health Relations stellt Ihnen zwei ungewöhnlichen Recruiting-Maßnahmen vor, die die Aufmerksamkeit der Bewerber auf sich gelenkt haben.

Universitätsklinikum Freiburg gestaltet coole Filmplakate

Die Plakate hängen an Bushaltestellen in der Innenstadt von Freiburg.
Die Plakate hängen an Bushaltestellen in der Innenstadt von Freiburg. © Uniklinikum Freiburg

Mit einer besonderen Plakat-Aktion sorgte das Universitätsklinikum Freiburg für Aufmerksamkeit: Auf Plakaten an Haltestellen und Bahnhöfen schauten Wartende in Freiburg über Wochen auf nachgestellte Filmplakate. Auch in den sozialen Medien wurden die Plakate gepostet. Doch die großflächigen Bilder zeigten nicht etwa die toughen Typen aus dem nächsten Action-Streifen oder Models, die teure Kleidung präsentieren. Vielmehr waren es Ärztinnen, Ärzte und andere Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsgruppen des Universitätsklinikums Freiburg, dargestellt als starke Heldinnen und Helden. Die Botschaft: Wer im Klinikum arbeitet, gehört zu einem Spitzen-Team der universitären Hochleistungsmedizin und macht einfach einen echt coolen Job. Außerdem ist das Personal mit Spaß bei der Sache und beweist Kreativität und Humor.

Vorbild für die Plakatmotive waren Filmblockbuster wie "Django" und "Matrix" ©Uniklinikum Freiburg
Vorbild für die Plakatmotive waren Filmblockbuster wie „Django“ und „Matrix“ ©Uniklinikum Freiburg

„Mit der für ein Universitätsklinikum außergewöhnlichen Aktion stellen wir uns der Herausforderung des Personalmangels mit einer lockeren Umsetzung, die man von einer solchen Einrichtung nicht gewohnt ist“, erklärt Benjamin Waschow, Leiter der Unternehmenskommunikation des Universitätsklinikums Freiburg, die Idee hinter der Aktion. Und wie kam die Kampagne an? „Die Resonanz auf diese unkonventionelle Form der Präsentation von Beschäftigten und deren Arbeitsumfeld ist positiv„, so Waschow. Weitere Plakatmotive sind bereits geplant und sollen im Laufe des Jahres ausgehangen werden.

Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide richtet Pop-Up-Store ein

Wer wollte, konnte einmal ausprobieren, eine Spritze zu setzen.
Wer wollte, konnte einmal ausprobieren, eine Spritze zu setzen.©Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide

Auf eine andere Art der Werbung setzte das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide. Um das Klinikum als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, mietete es leerstehende Gewerbeflächen in der Einkaufspassage Bremerhavens und richtete dort einen Pop-Up-Store ein. Zehn Mitarbeiter des Krankenhauses zeigten Pflege zum Anfassen. Jeder Interessierte aus der Fußgängerzone konnte hereinkommen, mitmachen und ausprobieren: Erste-Hilfe-Maßnahmen, Blutentnahme, Infusionsmanagement, an einem Endoskop, an einem Bett und an einer Beatmungsmaschine.

Mitarbeiter des Klnikums informierten zum Thema Pflege
Mitarbeiter des Klinikums informierten zum Thema Pflege © Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide

Mit der Aktion wollte das Klinikum vor allem junge Menschen für das Thema Pflege begeistern. Mit Erfolg. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Es haben viele Schülerinnen und Schüler den Pop-Up-Store besucht und die angebotenen Pflegetätigkeiten ausprobiert“, berichtet Sebastian Dost, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit & Marketing am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide.

Wer eine junge Zielgruppe ansprechen will, muss auch deren Kanäle nutzen. Darum legten die Verantwortlichen am Klinikum Wert auf eine begleitende Veröffentlichung der Aktion über die Social Media-Kanäle Facebook, Instagram und IGTV (Instagram Fernsehen).

Die beiden Aktionen zeigen: Mit ungewöhnlichen Recruitingmaßnahmen werden auch in Zeiten des Fachkräftemangels Bewerber angesprochen. Es braucht oft nur ein bisschen Kreativität.

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