Friendmageddon: Reagieren Sie auf den neuen Facebook Algorithmus

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Der neue Facebook Algorithmus hat Auswirkungen auf die Reichweite von Accounts von Unternehmen. Das müssen Healthcare Marketeers jetzt beachten.

Facebook verschiebt den Fokus auf den Content von Familie und Freunden und listet diesen an erster Stelle im Newsfeed Ihrer User. Family and friends come first! Posts von Personen, die wir oft liken oder sharen, werden priorisiert. Damit besinnt sich der Social Media-Dienst auf seine Wurzeln: Freunde weltweit zu vernetzen. Für Publisher hat das Konsequenzen: Ihre Inhalte rutschen automatisch nach unten. Pages verlieren an Reichweite. Dennoch haben Healthcare Unternehmen Möglichkeiten, für Ihre Inhalte eine attraktive Platzierung im Feed zu erreichen. Das sind die Regeln für den neuen Facebook Algorithmus.

Top Platzierung im Newsfeed trotz Facebook Algorithmus. Aber wie?

  • Was zählt, ist Relevanz. Als erstes priorisiert Facebook die Inhalte von Familie und Freunde. Sie erscheinen stets ganz oben im Newsfeed. An zweiter Stelle im Feed listet der Social Media Kanal für den User relevante Inhalte, die über Freunde und Familie hinausgehen. Heißt: Facebook filtert aus der Flut von Posts den Content heraus, der mich interessieren könnte. Basis hierfür sind die individuellen Vorlieben und das Lese- und Surfverhalten auf Facebook. Klicke ich vermehrt auf Content über Migräne-Forschung, dann erscheint dieser auch in meinem Feed.
  • Facebook mag originären Content. Heißt: Kuratierte und werbende Corporate-Inhalte erhalten ein schlechtes Ranking. Was zählt, ist eine Story, die in Bild-, Text- oder Video-Formaten erzählt wird. Ein “Guten Morgen”-Bild mit Kaffeetasse und großem Firmenlogo alleine reicht nicht, um präsent zu bleiben. Facebook mag keine offensichtliche PR oder austauschbare Inhalte – weil die meisten User diese Abneigung teilen und Content dieser Art nicht ausreichend konsumiert wird. Was zählt ist das Erlebnis des Users, das Ihn im Feed und auf der Website hält. Die Qualität des Contents ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Und was Qualität ist, das entscheidet am Ende der Nutzer.

Daumen hoch. Was gefällt dem Facebook-User?

  • Content, der unterhält und den User animiert, länger im Newsfeed zu verbleiben, rutscht im Ranking im Newsfeed nach oben. Das sind Videos, Umfrage, Quiz-Spiele, Bilder.
  • Content, der Mehr-und Nutzwert bietet, wird ebenfalls belohnt. Das können Video-Tutorials, Slideshares, Recruiting Videos oder Berichterstattung von Seminaren und Kongressen sein.
  • Termine und Events werden, wenn aktuell, ebenfalls im Newsfeed bevorzugt.

Strategisch handeln. Halbherzige Facebook-Aktivitäten sind zum Scheitern verurteilt.

Facebook wertet den Algorithmus der User aus und richtet danach den Newsfeed ein. Marken, die vom User ignoriert, verborgen oder weggeklickt werden, geraten ins Hintertreffen. Denn auch der Social Media Anbieter hat ein Ziel: Er will seine User möglichst lange auf Facebook halten und wählt den dazu geeigneten Content aus.

Das heißt, Healthcare Unternehmen müssen noch sorgfältiger die Insights über Ihre Zielgruppe auswerten und Ihre Kommunikation entsprechend gestalten. Welche Posts haben Erfolg, welche Formate und welche Themen haben die besten Klickzahlen? Wann poste ich am erfolgreichsten? Welche Zielgruppe will ich überhaupt auf Facebook erreichen? Und: Gelingt mir dieses? Eine klare Zieldefinition und eine regelmäßige Analyse der Social Media-Tätigkeiten bieten Aufschluss über Erfolg und Sinnhaftigkeit der eigenen Marketingaktivitäten.

Manchmal ist es zielführender, den personellen und finanziellen Invest in andere Maßnahmen zu transferieren.

Denn eines ist klar: Wenn der neue Facebook Algorithmus dafür sorgt, dass mein Unternehmen im Feed verloren geht oder gar nicht mehr erscheint – und ich es trotz Content- und Zielgruppenanalyse nicht schaffe, Klicks und Reichweite zu generieren, dann sollten Healthcare-Marketeers überprüfen, in wie weit Facebook als Kanal überhaupt funktioniert. Manchmal ist es zielführender, den personellen und finanziellen Invest in andere Maßnahmen zu transferieren. Die neuen Regeln verschärfen die Bedingungen. Halbherzige Marketingaktivitäten werden zu keinerlei Erfolg führen. Das sollten sich die Verantwortlichen klar vor Augen führen.

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