Viralität: So pushen Sie Ihre Content-Reichweite

318

Reichweite in Social Media zu generieren ist keine Glückssache. Die Interaktionen des Users im Netz folgt wiederkehrenden Handlungsmustern. Wer diese entschlüsselt, hat gute Chancen, seinem Content Viralität zu verleihen.

Warum teilen und kommentieren Follower Inhalte im Netz? Warum haben einige Posts mehr Reichweite als andere? Ist Viralität – und das Wohlwollen der User in den Socials – planbar oder reine Glückssache? Wohl jeder Social Media Marketer und Social Community Manager schlägt sich mit der Frage herum. Doch tatsächlich ist Reichweite auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken durchaus planbar. Denn das auf dem ersten Blick willkürliche User-Verhalten folgt in seiner Motivation klaren Strukturen.

Viralität durch Information und Unterhaltung

Einer aktuellen Fractl-Studie zufolge teilen User auf Facebook vermehrt Content, der ihren Freunden nützt. Praktische Servicetipps oder informative Inhalte liegen in der Interaktion weit vorne. Im Fokus ist somit das Netzwerk selber. Der User teilt das, was seine Freunde interessiert. Fast die Hälfte aller befragten User, 48 Prozent, legen genau darauf wert. Beispiel: Netflix postet ein Video zum Staffelstart einer Serie. Der User teilt den Content, weil er seine Freunde darüber informieren möchte. Auch witzige Posts, beispielsweise Cat Content, die die Freunde im Netzwerk unterhalten, sind beliebt und werden gerne geteilt.

Erzeugen Sie Nähe unter den Usern

Nahezu 53 Prozent der Studien-Teilnehmer teilt bevorzugt Inhalte, die sie mit ihren Freunden emotional verbinden. Ein gutes Beispiel sind die #Montags-Posts zum Wochenbeginn. Das Montagsgefühl verbindet die User eines Netzwerks. Posts mit diesem Hashtag erreichen oft Viralität.

Kreieren Sie Imagefördernden Content

41 Prozent der befragten User vermeiden es, Inhalte zu teilen, die sie in irgendeiner Form schlecht aussehen lasssen.  Der geteilte Content ist Teil der Selbstdarstellung und der Konstruktion eines Images im Netz. Bilder werden bearbeitet und Selfies mit Filter versehen. Der User auf Facebook möchte attraktiv sein. Das gilt für sein Äußeres, aber auch für den intellektuellen Habitus. Aktuelles Beispiel: die zahlreichen Anti-Trump-Postings, die den Teilenden einer gebildeten, politisch interessierten Community zuordnen. Ganz nach dem Motto: Wer diesen Content teilt, steht auf der richtigen Seite.

Viralität durch Dialoge

Seien es die Twitter Polls oder Facebook-Umfragen: Der User liebt es, Dinge zu bewerten und sein persönliches Feedback geben zu können. Geben Sie Ihren Followern regelmäßig Raum, ihr Wissen und ihre Meinung kundzutun.

Viralität durch emotionale Bindung

Zeigen Sie sich als Unternehmen nahbar, indem Sie das Team vorstellen und ihrem Unternehmen ein Gesicht verleihen. Viralität auf Facebook und Co erreicht man entweder mit hoch-informativen Content oder Inhalten, die Emotionen erzeugen. Soziale Netzwerke basieren auf Sympathie und Authentizität. Wer seine Follower zur Interaktion einladen will, muss sich nahbar zeigen.

Viralität ist kein Glücksspiel, aber harte Arbeit. Nicht jeder Content hat das Zeug dazu. Doch wer seine Inhalte regelmäßig auf ihr Potential hin prüft und an ihnen feilt, kann so manchen Treffer landen. Denn Reichweite ist planbar.

Beitragsbild: © istock.com/mathisworks
Journalistin und Online-Redakteurin. Schreibt über Marken und Markenmacher in Healthcare, über Pharma- und Social-Media-Kommunikation.

Alle Beiträge

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Please enter your name here