Westküstenkliniken: Ein Fortbildungsprogramm für alle Mitarbeiter

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Fortbildungen sind ein Qualitätsmerkmal für Kliniken. Und ein wichtiges Auswahlkriterium für Bewerber. Die Westküstenkliniken haben ein umfassendes Fortbildungsprogramm für das gesamte Team organisiert.

Kliniken müssen großen Wert auf die Personalentwicklung und Qualifizierung ihrer Mitarbeiter legen. Berufliche Weiterbildung ist nicht nur ein Muss für jeden Arzt, alle Mitarbeiter eines Klinikum profitieren davon. Fortbildungsangebote sichern die Qualifikation, erhöhen die Motivation und können sogar einem Burnout vorbeugen. Qualifizierte Mitarbeiter vermeiden Behandlungsfehler und sichern somit die Qualität in der Patientenbehandlung.

Dr. Anke Lasserre Geschäftsführerin, WKK (c) Christian Wyrwa
Dr. Anke Lasserre Geschäftsführerin, WKK                           (c) Christian Wyrwa

Patientensicherheit steht auch für die Westküstenkliniken (WKK) in Brunsbüttel und Heide an erster Stelle. Hier hat Dr. Anke Lasserre, die seit zwei Jahren als Geschäftsführerin die WKK leitet, ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für das gesamte Klinikpersonal ins Leben gerufen. „KomPaSi – Kompetenz für Patientensicherheit“ heißt das Programm, das die WKK zusammen mit dem Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen umsetzen.

Notfallkurse für Verwaltungspersonal

Das Klinikum hat gleich ein ganzes Bündel von Nofallrettungs-Seminaren für die unterschiedlich medizinisch-qualifizierten Mitarbeiter geschnürt. Was tun, wenn ein Patient vor der Tür umfällt? Auch Mitarbeiter ohne medizinische Vorkenntnisse, beispielsweise aus der Verwaltung, erfahren in den „Basic Life Support“-Kursen, wie sie helfen können. Für Mitarbeiter mit Vorkenntnissen, zum Beispiel aus dem Pflegebereich, gibt es andere Kurse als für Mitarbeiter des medizinischen Notfallteams, die „Advanced Life Support“-Kurse besuchen.

 Fortbildungsprogramm geht auf individuelle Bedürfnisse und Kompetenzen ein

Dass das Fortbildungskonzept auf die individuellen Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter-Zielgruppen eingeht, macht es so attraktiv und effektiv zugleich. So ist gewährleistet, dass Patienten immer und überall auf dem Klinikgelände Hilfe erhalten. Ein großes Plus in Sachen Patientensicherheit. Es gibt aber auch Fortbildungsangebote zu Hygiene und Arbeitssicherheit, Dienstleistung und Kundenorientierung, Datenschutz und Brandschutz sowie zum Medizinproduktegesetz.

Neue Kurse und Auffrischungen geplant

Eine Fortbildungsquote von 100 Prozent ist realistisch. Die Entwicklung des umfassenden Fortbildungskonzepts hat mehrere Monate in Anspruch genommen. Zeit, die sich gelohnt hat: Bei den Mitarbeitern kommt das Fortbildungskonzept gut an. Besonders beliebt sind die Fortbildungsangebote im Bereich Notfallrettung, Hygiene und Arbeitssicherheit. Nach einem halben Jahr haben rund 57 % aller Mitarbeiter an einer „KomPaSi“-Fortbildung teilgenommen oder haben sich bis zum Ende des Jahres dafür angemeldet. „Die Bereitschaft ist wirklich groß und die Resonanz sehr positiv“, sagt Dr. Lasserre. Ihr Ziel ist es, bis Ende 2018 mindestens 80 bis 85 % der Mitarbeiter zu schulen. „Sollten die Anmeldezahlen stabil bleiben, ist sogar eine Fortbildungsquote von 100 % realistisch.“

Update is King: Die WKK planen bereits eine Ausweitung der Kurse. In Zukunft bieten die Kliniken ihren Mitarbeitern auch Seminare zu den Themen freiheitsentziehende Maßnahmen, interprofessionelle Kommunikation und Fehlerkultur an. Und weil Übung den Meister macht, können die Seminarteilnehmer ihr neu gewonnenes Wissen in jährlichen Auffrischungskursen wiederholen und updaten.

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