Veterinärmedizin: Pod- und Vodcasts für Tierärzte

121
istock.com/slavemotion

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) nutzt den Boom von Pod- und Vodcasts und bietet angehenden Tiermedizinern zusätzliche Lehrmittel in diesen Formaten. Clever, authentisch und funktional. Eine Inspiration für Pharma.

Podcasts sind rough, authentisch und, im Idealfall, gut recherchiert. Ihre audiovisuellen Gefährten, die Vodcasts, funktionieren ähnlich; beide Formate sind Spielarten des digitalen Storytellings, lassen sich unkompliziert herstellen und bestechen durch ungefiltertes Expertenwissen. Und sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover hat diese Bewegung erkannt und nutzt diesen Trend für sich. Sie bietet ihren Tiermedizin-Studenten sowohl Pod- als auch Vodcasts als zusätzliches Lehrmaterial an.

Lauschen und Lernen: Podcasts

Informativ, unterhaltsam und vor allen Dingen: real. Der TiHo-Podcast erläutert in Interviewform unterschiedliche medizinische Fragestellungen. Beispiel: Professor Vörös aus Budapest spricht über Herzgeräusche und gibt einige Tonbeispiele dazu. Professor Kankoffer aus Lublin erklärt die biochemischen Prozesse rund um den oxidativen Stress in Körperzellen. Die angebotenen Podcasts sind in deutscher oder in englischer Sprache produziert.

Der Vorteil, den diese begleitenden Lehrmittel Tiermedizin-Studenten bieten, liegt auf der Hand: Es handelt sich um Expertenwissen, das schnell verfügbar und jederzeit im Alltag, sei es im Bus oder beim Abwaschen daheim, konsumiert werden kann. Mobil oder am Rechner. Schlagende Argumente.

Sehen, Lauschen und Lernen: Vodcasts

Anders als Podcasts binden Vodcasts oder auch Video-Podcasts die visuelle Ebene mit ein. Das macht Sie für bestimmte medizinische Inhalte interessant: Sie sind anschaulich und eignen sich für die Darstellung der Funktion von MedTech-Produkten oder operativen Eingriffen.

„Tierarzt werden: Übung macht den Meister“, lautet der Titel dieses Vodcasts. Gezeigt werden Studenten beim Üben von intravenösen Injektionen, Blutprobenentnahmen oder Verbänden anlegen.

Vodcasts, und das ist einer der Unterschiede zum normalen Video, sind weniger aufwendig produziert und setzen auf das Unmittelbare, Authentische als Stilmittel. Es geht um den Inhalt, nicht um Stil und Aussehen. Und genau das funktioniert im Bereich eLearning in der Tiermedizin ganz hervorragend.

Was bei Studenten greift, kann auch beim fertigen Tierarzt funktionieren. Pod- und Vodcasts können auch für Pharma ein relevantes Kommunikationsmittel für Tiermediziner darstellen. Beispiele: Ein Podcast in Interviewform, der die Erfahrungen von unterschiedlichen Tierärzten bei der Therapie bestimmter Krankheitsbilder dokumentiert. Möglich wäre auch ein Vodcast, der Tierärzte bei Ihrer Arbeit begleitet und operative Eingriffe abbildet.

Viele Themen sind denkbar, wichtig ist nur, dass sie authentisch und informativ aufbereitet sind. Schauen, lauschen, lernen. So einfach und gewinnbringend kann Kommunikation sein.

Beitragsbild: © istock.com/slavemotion

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Please enter your name here