Who’s who – eine Frau fürs Digitale: Christiane Schrix, Vorstand antwerpes

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Seit 1. April 2019 im Vorstand bei antwerpes: Christiane Schrix.
Seit 1. April 2019 im Vorstand bei antwerpes: Christiane Schrix. ©antwerpes

Seit dem 1. April diesen Jahres verantwortet Christiane Schrix als Vorstandsmitglied den digitalen Bereich bei der Kölner Healthcare-Agentur antwerpes. Sie selbst bezeichnet sich als „Geek“ und weiß: Das Herz der Agentur schlägt digital.

Neue Aufgaben, bekannte Agentur. Seit elf Jahren ist Christiane Schrix für die antwerpes tätig. „Ich freue mich auf ein weiteres Vorstandsmitglied ‚mit Stallgeruch'“, ließ Thilo Kölzer, CEO der antwerpes, anlässlich ihrer Berufung zum Vorstandsmitglied verlauten. 2008 begann sie bei antwerpes als Account Managerin. Ja, Christiane Schrix kennt die Agentur, weiß, wie diese tickt. „Ein großer Vorteil, gerade wenn es darum geht, als Vorstand das Vertrauen der Mitarbeiter zu erwerben“, sagt sie. 39 Jahre alt ist sie und neben Jens Knoop (CTO), Philip Stadtmann (CFO) und Michael Vorbrink ist sie die einzige Frau im Vorstand. Als Quotenfrau aber will sie sich nicht bezeichnen lassen. Vielmehr bringe sie das mit, was es braucht, um in der Agenturwelt erfolgreich zu sein: Erfahrung, digitale Expertise und Leidenschaft.

„Inzwischen ist Agilität bei Pitches oftmals sogar Voraussetzung. Hier hat sich in den letzten Jahren die Kunden-Agentur-Beziehung stark verändert.“

In ihrer neuen Funktion ist Christiane Schrix für die digitalen Units der Kölner Agentur verantwortlich. Das passt, denn zuletzt führte sie den Bereich Digital & Mobile. Es passt auch zu antwerpes, denn das Herz der Agentur schlägt digital. „Bei uns ist es einfach, Digitalisierung zu leben. Mit technologischer Leidenschaft rennt man hier offene Türen ein. Wir organisieren interne Prozesse seit vielen Jahren mit digitalen Tools und arbeiten agil. Wir planen Kundenprojekte und unseren Alltag mit diversen Software- und Projektmanagement-Tools, auf die auch unsere Kunden mittels eines eigenen Logins zugreifen können. So können sie jederzeit den Stand von Projekten abrufen und kommentieren.“ Es ist diese Art von Transparenz, die am Markt gut ankäme. Und nicht nur das. „Inzwischen ist Agilität bei Pitches oftmals sogar Voraussetzung. Hier hat sich in den letzten Jahren die Kunden-Agentur-Beziehung stark verändert.“


3 Fragen, 3 Entscheidungen

  1. Risiko oder Sicherheit? Sicherheit ist ein gutes Gefühl. Das Leben aber bleibt ein Experiment. Ich versuche, das Risiko zu reduzieren, ohne die Chance zu verpassen.
  2. Fachliteratur oder Roman: Was liegt auf Ihrem Nachtisch? Romane, vor allem Thriller. Ich lese relativ blutig, weil ich das im Film nicht wirklich anschauen kann. Derzeit liegt auf meinem Nachtisch „Die ewigen Toten“ von Simon Beckett.
  3. Selber kochen oder essen gehen? Beides. Bei uns wird abends gekocht, das genieße ich sehr. Ich freue mich auf den entspannten Moment zum Tagesabschluss. Aber ich gehe auch genauso gerne essen, dann am liebsten japanisch oder afrikanisch.

Christiane Schrix kann das beurteilen, sie ist schon eine ganze Weile in dieser Branche unterwegs. Eigentlich ist sie Geisteswissenschaftlerin, hat ihren Magister in Marburg gemacht. Sie wusste schon früh, dass ihr Weg sie in die Agenturbranche, in die Kommunikation führen sollte. „Ich entschloss mich, nach dem Studium ein Volontariat bei einer Healthcare-Agentur zu machen. Die Branche war eher zufällig. Aber ich fühlte mich sofort wohl.“ Bei antwerpes stieg sie die Karrieretreppe aufwärts. „Ich arbeite erfolgsorientiert“, sagt sie. Den Begriff Ehrgeiz schätzt sie nicht. „Klar braucht man Disziplin und Energie, wenn man vorwärts kommen möchte. Aber Ehrgeiz hat für mich zu viel mit Verbissenheit zu tun. Wir sind in der Kreativ-Branche, das verträgt sich nicht mit Verbissenheit.“

„Im Grunde muss man einen ganzen Blumenstrauß an Möglichkeiten in der Hand haben. Mit vielen Lösungen.“

Wohl aber Empathie im Gespräch mit Kunden oder Mitarbeitern und digitale Expertise. Das bringt Christiane Schrix mit. Sie selbst bezeichnet sich als Geek. Sie weiß aber auch: Digitale Tools sind vor allem dann cool, wenn sie dem Kunden einen messbaren Mehrwert bringen. Diesen herauszufiltern und dem Kunden näher zu bringen, das ist ihr Job. Im Kern geht es darum, Customer Centricity mit Inhalten zu füllen. Was braucht der Arzt, was hilft ihm? „Wir haben zum Beispiel beim Comprix mit unserer digitalen, integrierten Kampagne ‚Frag Henning‚ in diesem Jahr Gold geholt. Henning ist ein Bot. Wir haben ihn vor eine bestehende Service-Plattform rund um die Schilddrüse gesetzt. Statt sich selber durch Unmengen von Material zu klicken, können Ärzte ihre Suchanfrage an Henning stellen. Und er leitet sie ohne Umwege zum Ziel. Das spart Zeit und ist im Handling unkompliziert.“

Genau dieser Twist ist es, der digitale Kommunikation in Christiane Schrix Augen erfolgreich macht. Was bringt den Kunden weiter? Großes Potential sieht sie in Bots, aber auch in der VR, die gerade im Education-Bereich großen Impact haben kann. Auch das Thema Voice beschäftigt sie. Stichwort: Der sprechende Beipackzettel für Alexa und Google Home. „Im Grunde muss man einen ganzen Blumenstrauß an Möglichkeiten in der Hand haben. Mit vielen Lösungen. Dann kann der Kunde sich das herauspicken, was er nutzen möchte und sich auf diesem Wege innovativen Tools annähern. Uns ist es in diesem Zusammenanhang immer wichtig, sowohl die primäre Zielgruppe, die Ärzte, als auch die sekundäre, die Außendienst-Mitarbeiter, mitzunehmen. Denn letztere sind das Bindeglied zwischen Pharma und Arzt.“

Digitalisierung funktioniert dann, wenn sie sinnstiftend ist

Alle Player zu begeistern, das ist nicht immer leicht. Christiane Schrix erinnert sich noch gut an die Zeit, als eDetailer fürs iPad neu waren und viel Überzeugungsarbeit – gerade im Außendienst – geleistet werden musste. „Dann erkannte dieser, wie viel leichter und emotionaler sich Informationen mit diesem Medium transportieren lassen. Heute ist das ein vollkommen etabliertes Verfahren.“ Agenturen können die digitale Transformation nicht nur begleiten, sie können wichtige Impulse setzen. „Das funktioniert. Ich erlebe die Branche als innovationsoffen und bereit für den Wandel.“

Nur müssten digitale Lösungen eben auch sinnstiftend sein. „Es ist nicht unsere Aufgabe, digitale Tools durchzudrücken, nur weil sie im Trend sind. Wir müssen breit denken. Bei vielen Multichannel-Kampagnen beispielsweise sollte man das Fax nach wie vor mit im Programm haben. Weil manche Zielgruppen dieses Medium eben immer noch gerne nutzen. Das müssen wir berücksichtigen.“ Am Markt vorbei zu agieren, bringt weder dem Arzt, noch dem Pharmaunternehmen oder der Agentur Vorteile. „Ich sehe unsere Aufgabe hier klar als Berater. Wir müssen die Trends beobachten, sie kennen, sie leben. Aber immer auch ihren spezifischen Nutzen für die Healthcare-Branche bewerten. Wenn der vorhanden ist, ist es unser Job, zu übersetzen und innovative Lösungen zu finden. Dabei arbeiten wir nah am Kunden, diskutieren mit den primären Zielgruppen über das Ergebnis. So schaffen wir gemeinsam ein Produkt, auf das alle Lust haben.“

TIPP: Sie möchten Christiane Schrix und ihrer Arbeit kennenlernen? Dann nehmen Sie am 13. Juni am Mesh Camp in Berlin teil. Mehr über diese Veranstaltung erfahren Sie hier.


Zur Person: Christiane Schrix (39) ist seit dem 1. April 2019 Mitglied des antwerpes-Vorstandes. Sie ist die Frau fürs Digitale und verbindet diese Expertise mit der Leidenschaft für die Healthcare-Kommunikation. Denn diese sei gerade aufgrund des HWGs immer herausfordernd und spannend. „Wer hier gute Werbung machen will, muss wirklich gründlich und kreativ arbeiten.“ Sie lebt und arbeitet in Köln.

 

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