F8 2019: Daumen hoch für Facebook-Gruppen

83

Die Zukunft ist privat. Gerade wenn es um Facebook geht, mutet dieser Satz seltsam an. Aber genau so lautete das Mantra der diesjährigen F8 2019, der Entwicklungskonferenz des Unternehmens. Kommunikation im Feed war gestern. Die Zukunft gehört den Facebook-Gruppen. Für Healthcare ist das eine gute Nachricht.

Neues Blau, neues Design, neue Funktionen im Messenger: Mark Zuckerberg schraubt an seinem Netzwerk und verkündete auf der F8 2919, an welchen Schrauben er drehen wird.  Eine der größten Neuerungen ist zugleich ein Strategiewechsel und eine Reaktion auf das sich wandelnde Nutzer-Verhalten auf diesem Kanal. Hier wird’s spannend: In Zeiten, in denen das Unternehmen immer wieder durch den mangelhaften Umgang mit dem Thema Datensicherheit in die Kritik geriet, verschiebt der Konzern seinen Fokus auf die private Kommunikation. Auf Messenger und auf Facebook-Gruppen und Events.

Warum Facebook-Gruppen das neue Herz des Netzwerks sind

Laut Facebook-Chef Mark Zuckerberg verzeichnen Gruppen die höchste Interaktions-Rate, während der Feed zunehmend an Relevanz verliert. Die Nutzer scheinen öffentlichkeitsmüde, zudem sich das kommunikative Karma in den Feeds durch Trolls und Hatespeech-Diskussionen zunehmend in den Minus-Bereich bewegt. Der Konzern reagiert – und führt für Facebook-Gruppen ein neues Design, eine bessere Usability und neue Funktionen ein.

Das sind die neuen Funktionen für Facebook-Gruppen

  • Bessere Vorschläge für neue Gruppen: Der Gruppenbereich wird redesignt. Hier erwartet die User ein persönlicher Feed mit Aktivitäten innerhalb all seiner genutzten Gruppen. Ein Entdecker-Tool schafft Überblick im Community-Dschungel und schlägt neue, auf den User zugeschnittene Gruppen vor.
  • Teilen in Gruppen wird einfacher: Gruppen spiegeln sich in allen weiteren Bereichen wie zum Beispiel auf dem Marketplace, im Gaming-Bereich und bei Facebook Watch wieder. Inhalte aus den öffentlichen Feeds sollen leichter und schneller in die entsprechenden Gruppen geteilt werden können.
  • Neue gruppenspezifische Features für Gesundheits- und Jobgruppen: Hier wird es für Healthcare und für Recruiter spannend. Denn in den Gesundheitsgruppen werden die Nutzer sich auf Wunsch in Zukunft auch anonym austauschen können, wenn der Admin der Gruppe diese Funktion freigibt. Auch für den Bereich Stellenanzeigen gibt es Neuerungen. Jobgruppen erhalten eine neue Vorlage für Arbeitgeber, um Stellenangebote zu veröffentlichen, und einfachere Möglichkeiten für Arbeitssuchende, den Arbeitgeber zu informieren und sich direkt über Facebook zu bewerben.

Was bedeutet das für Healthcare?

In erster Linie erfordert der Strategiewechsel ein Umdenken bei Healthcare Marketers: Interaktionen erreichen diese weniger über Seiten sondern in themenspezifischen Communities. Die Aufgabe wird es sein, diese Communities aufzubauen und die Nutzer zu binden. Community Management ist auf Facebook wichtiger denn je. Aber im Grunde kommt diese Entwicklung der Branche entgegen. Content Marketing fällt Pharma auf Social Media in geschützten Gruppen mitunter leichter als im Feed. Krankheiten sind schließlich sensible und intime Themen. Gruppen für beispielsweise chronische Erkrankungen oder Ernährungsfragen ließen sich in diesem Kontext gut abbilden und umsetzen. Kurz: Es könnte sein, dass nach dem Ärger um Reichweiten-Verluste für Corporate Sites und Publisher durch die Algorithmen-Änderungen im vergangenen Jahr die Social-Media-Arbeit auf Facebook in Zukunft wieder ein bisschen mehr Spaß machen wird.


Dieser Artikel ist Teil unserer How to-Serie, in der wir Ihnen praktische Tipps, News und Trends rund um relevante Fragen im Healthcare-Marketing präsentieren.

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Please enter your name here