Tomas Mihal, STADA: „Das ist keine Herausforderung. Das ist eine Chance.“

© Stada
Seit dem 1. November 2025 leitet Tomas Mihal das Deutschlandgeschäft der STADA-Gruppe. Für das Unternehmen ist Deutschland der größte Markt, zugleich der größte Pharmamarkt Europas. Unter Mihal soll das Geschäft wachsen, in einem Markt, der stark reguliert und gerade in Bewegung ist. Eine Chance, sagt er. Ein Business-Porträt.
Zusammenfassung: Thomas Mihal, Stada, im Porträt
Thomas Mihal leitet seit dem 1. November 2025 das Deutschlandgeschäft der STADA-Gruppe. Er kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der neue Eigentümer CapVest auf Wachstum setzt. Deutschland ist für STADA der größte Markt, zugleich der größte Pharmamarkt Europas. Traumbedingungen, findet Mihal. Der gebürtige Slowake und promovierte Biologe hat über zwanzig Jahre Branchenerfahrung, vom Außendienst bis zur Leitung des gesamten asiatisch-pazifischen Raums. Nun soll das Deutschlandgeschäft wachsen: im OTC-Bereich, mit STADAPHARM und neuen Biosimilars, bei Generika, dazu Longevity und Immunstärkung.
Basketball spielt Tomas Mihal seit 35 Jahren. Das hat ihn Teamgeist gelehrt. „Nachhaltiger Erfolg ist niemals das Werk eines Einzelnen.“ Noch eine Sportart hat ihn geprägt und tut es noch. Er klettert in der massiven Felswand. Das geschieht in Zweierseilschaften. „Dein Leben hängt dann sprichwörtlich in den Händen des Kletterpartners.“ Vertrauen erfordert das, gegenseitige Verlässlichkeit. Systematische Vorbereitung, Strategie. Die Bereitschaft, mutige, aber kalkulierte Risiken einzugehen. Dinge, die er auch als Deutschlandchef von STADA in die Unternehmenskultur einbringen möchte. Seit dem 1. November 2025 leitet der gebürtige Slowake das Deutschlandgeschäft der STADA-Gruppe. Er trat zu einem spannenden Zeitpunkt in das Unternehmen ein. 2025 verkauften die Inhaber Bain Capital und Cinven die Mehrheit ihrer Unternehmensanteile an den Private-Equity-Investor CapVest. Die Zeichen stehen also auf Invest. Deutschland ist für das Pharmaunternehmen der nach Umsatz und Gewinn größte Markt und zugleich der größte Pharmamarkt Europas. „Traumbedingungen“ nennt Mihal diese Konstellation. Er liebt die Herausforderung. Er hat einige vor sich.
„Wir werden etablierte Kernmarken in den Apotheken als wichtigster Partner stärken.“
Im OTC-Segment liefert sich STADA nach eigener Aussage derzeit mit Bayer ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um die Marktführerschaft. In den kommenden fünf Jahren will Tomas Mihal es ganz oben aufs Treppchen schaffen. „Wir werden etablierte Kernmarken in den Apotheken als wichtigster Partner stärken. Auch, indem wir sie mit digitalen Tools verknüpfen.“ Das Portfolio soll um weitere Segmente wie Longevity, Immunstärkung und andere erweitert werden. Außerdem plant er, das Portfolio im Segment Spezialpharmazeutika als Wachstumsmotor auszubauen und insbesondere mit neuen Biosimilars weitere Marktanteile zu gewinnen. Und auch der Generika-Markt ist in seinen Augen vielversprechend.
Alles auf Wachstum
Das Deutschlandgeschäft soll wachsen. Dass der Markt stark reguliert und zudem gerade kräftig in Bewegung ist, schreckt Mihal nicht. „Ich gehe durch Veränderungen, weil ich mich dafür entscheide. Das ist keine Herausforderung. Das ist eine Chance.“
Tomas Mihals Hintergrund ist international geprägt. Der promovierte Biologe blickt auf eine über 20-jährige Karriere zurück. Sein Weg an die Spitze begann an der Basis. Als Außendienstmitarbeiter beim Pharmaunternehmen Ipsen. Auf prägende Positionen bei Ratiopharm und Sandoz folgten weitere Tätigkeiten, bei denen er umfangreiche Erfahrungen im europäischen sowie im asiatisch-pazifischen Raum sammelte. Ein erster wichtiger Meilenstein: die Leitung von Zentiva, dem damals größten Pharmaunternehmen in der Tschechischen Republik. Danach verbrachte Mihal fast sieben Jahre bei Sanofi in verschiedenen Positionen. In einer dieser Aufgaben verknüpfte er Industrial Affairs, die Produktionsstandorte sowie Forschung und Entwicklung mit dem kommerziellen Bereich und brach so verkrustete Silos auf. In 2019 übernahm er das Tschechien-Geschäft von STADA, wechselte dann als Vice President und Regional Business Head für Glenmark Pharmaceuticals nach Singapur, von wo aus er die gesamte Region Asien-Pazifik (APAC) leitete. Für seine Rolle als STADA-Deutschlandchef schließlich zog er zurück nach Europa. Und seine fünfköpfige Familie mit ihm.
Das Leben, ein Abenteuer
Drei Kinder hat er, 16, 14 und 6 Jahre alt. Sie wachsen in einer vernetzten Welt auf, haben Freunde in Prag, Singapur, jetzt in Deutschland, sagt er. „Das Leben ist ein gemeinsames Abenteuer, das wir in vollen Zügen und zu 120 Prozent leben möchten.“ Aber jedes Abenteuer hat Risiken, auch wenn es kalkulierte sind. Nicht immer hat man alles selbst in der Hand. „Die entscheidende Frage war, wie man diese Herausforderung überwindet und die Brücken wieder aufbaut, sobald das Land wirtschaftlich zurückkehrt“, erinnert er sich. Chancen können sich auch in Krisen auftun. Man muss sie nur sehen.
FAQ: Thomas Mihal und die Ziele bei Stada Deutschland
- Welche Ziele verfolgt Tomas Mihal als Deutschlandchef von STADA?
Tomas Mihal will das Deutschlandgeschäft von STADA in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Im OTC-Geschäft soll STADA die Marktführerschaft erreichen, etablierte Kernmarken wie Grippostad, Hoggar und Ladival und weitere Marken sollen gestärkt werden. Wachstum verspricht sich Mihal zudem von neuen Segmenten wie Longevity und Immunstärkung sowie vom Ausbau der Spezialpharmazeutika und Stärkung der Position im Generika-Bereich durch neue Produkteinführungen. - Welche Bedeutung hat der deutsche Markt für STADA?
Deutschland ist für STADA der größte Markt nach Umsatz und Gewinn und zugleich der größte Pharmamarkt Europas. Für Tomas Mihal bietet diese Positionierung besonders gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Nach dem Einstieg des neuen Mehrheitseigners CapVest sieht er zudem Investitionsmöglichkeiten, um das Deutschlandgeschäft weiterzuentwickeln. - Welche Erfahrungen bringt Tomas Mihal für seine Aufgabe bei STADA mit?
Tomas Mihal verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Pharmaindustrie und hat in verschiedenen europäischen sowie asiatisch-pazifischen Märkten gearbeitet. Stationen bei Ipsen, Ratiopharm, Sandoz, Zentiva, Sanofi und Glenmark prägten seinen internationalen und funktionsübergreifenden Führungsansatz, der sich über zahlreiche Geschäftsmodelle erstreckt. - Wie will Tomas Mihal Wachstum und Veränderung bei STADA vorantreiben?
Tomas Mihal setzt auf Teams, eine starke interne Kultur und eine klare Strategie, kombiniert mit der Bereitschaft, kalkulierte Risiken einzugehen. Diese Prinzipien kennt er auch aus dem Basketball und dem Klettern. Für STADA bedeutet sein Ansatz, etablierte Geschäfte weiterzuentwickeln, neue Wachstumsfelder zu erschließen und digitale Angebote stärker mit dem Produktportfolio zu verbinden.Die FAQ sind KI-generiert.

