Klinikum Fulda: Wie positioniert man sich als interessanter Arbeitgeber?

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© wladimir1804 / Adobe Stock (Ursprungsbild / Collage)

Im Interview berichtet  Irina Wein, Geschäftsbereichsleiterin Personal und Organisationsentwicklung am Klinikum Fulda, was das Unternehmen bei den Mitarbeitern beliebt macht und warum eine gute Reputation bei der Mitarbeitersuche hilft.

Health Relations: Dass das Klinikum Fulda vieles richtig macht, bestätigte Ihnen kürzlich eine Auszeichnung des F.A.Z.-Instituts, die das Klinikum als einen von Deutschlands begehrtesten Arbeitgebern im Gesundheitswesen ausweist.  Aus Ihrer Sicht, was macht Sie zum guten Arbeitgeber?

Irina Wein: Unsere umfassende Mitarbeiterorientierung, die sich durch wirklich gute Qualifizierungschancen, individuelle Arbeitszeitmodelle und eine großzügige Familienorientierung auszeichnet, ein hohes Maß an Verbindlichkeit und Verlässlichkeit, gepaart mit Fairness und Chancengleichheit – auch im Sinne von Diversity – und die  Identifizierung mit unseren Mitarbeitern, schafft nach unserer Überzeugung Bindung, Loyalität  und ein gutes „Wir-Gefühl“ in unserem Unternehmen. Das zeichnet uns aus. Als das Krankenhaus der Maximalversorgung in Osthessen ist das  Klinikum Fulda auch fachlich das führende Haus der Region.

Health Relations: Das sind ja viele Faktoren, die eine Rolle spielen. Gibt es denn Bereiche, in denen andere Krankenhäuser von Ihnen lernen können?               

Irina Wein:  Wir glauben, dass jedes Haus seinen eigenen Weg gehen sollte, um als guter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Dabei ist es gut, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzuhören und Anregungen aus anderen Unternehmen aktiv aufzunehmen.

Im Interview berichtet Irina Wein, Geschäftsbereichsleiterin Personal und Organisationsentwicklung am Klinikum Fulda, was das Klinikum bei den Mitarbeitern beliebt macht und ob andere Krankenhäuser etwas von ihnen lernen können.
© Klinikum Fulda gAG

Health Relations: Gibt es etwas, das bei den Mitarbeitern besonderes gut ankommt?        

Irina Wein: Das Wohlbefinden, die Zufriedenheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegen uns am Herzen und sind nach unserer festen Überzeugung die Basis  für Motivation, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Diese Perspektive, die wir transparent und authentisch vermitteln, kommt bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gut an.

Health Relations: Wie gestalten Sie Ihr Recruiting? Ist das auch so erfolgreich?     

Irina Wein: Wir sind nicht unzufrieden, wollen aber uns aber weiter verbessern. Unser Recruiting erfolgt sowohl intern als auch extern unter Nutzung aller Medien und Kanäle und immer auch über unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Wir schaffen Bindung, Loyalität  und ein gutes ,Wir-Gefühl‘ in unserem Unternehmen.“

Health Relations: Inwiefern helfen Auszeichnungen, wie Sie sie nun vom F. A.Z.-Institut erhalten haben, bei der Mitarbeitersuche?      

Irina Wein: Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Für uns ist das eine willkommene Anerkennung unseres  Engagements und unserer täglichen Arbeit. Unser Konzept trägt Früchte und kommt bei den Menschen in unserem Unternehmen gut an. Wir werden auch von potenziellen Bewerbern  auf die Auszeichnung angesprochen und verzeichnen derzeit wieder viele Anfragen nach einer Position in unserem  Klinikum.


Das Klinikum Fulda ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung in Osthessen. Mit mehr als 1.000 Betten in der stationären Versorgung und einem breiten Angebot an spezialisierten Sprechstunden sowie Ambulanzen stellt es die medizinische Versorgung für die mehr als 500.000 Bürgerinnen und Bürger der Region sicher. Jährlich werden über 100.000 Patientinnen und Patienten, davon 40.000 stationär, behandelt und von mehr als 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Die 25 Kliniken und Institute bieten in fachabteilungsübergreifenden Zentren eine umfassende Betreuung und medizinische Leistungen mit modernsten Behandlungsmethoden.

Freie Journalistin im Medizin- und Gesundheitsjournalismus. Für Health Relations berichtet sie über digitale Entwicklungen, Marketing und die neuesten Trends in der Pharmabranche.

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