Social Listening – genau hingehört

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Social Listening bringt auch was für Pharmaunternehmen.

Wer möchte nicht gerne erfahren, was andere über einen denken? Beim Social Listening geht es genau darum: herauszufinden, wie über ein Unternehmen, eine Marke oder ein Produkt im Netz diskutiert wird.

Besonders spannend ist das auch für Firmen wie Pharmaunternehmen, bietet sich hier doch viel Potenzial, das eigene Marketing gezielter zu gestalten oder die Stärke der Konkurrenz besser einzuschätzen.

Gute Zuhörer werden nicht zu Unrecht gelobt. Das gilt auch für Unternehmen. Wer gutes Social Listening betreibt, hat viele Vorteile. „Durch Social Listening oder Monitoring von Social Media kann ein Unternehmen eine gute Vorstellung davon bekommen, wie die Stimmung zum Unternehmen aktuell ist“, sagt Gerald Glaßl, Marketing Manager bei maloon GmbH. Er fährt fort: „Mit dem SocialHub Monitoring Feature kann ein Unternehmen beispielsweise direkt in Konversationen einsteigen, die zum Unternehmen oder seinen Produkten geführt werden. Außerdem können gezielte Informationen zu Produkten in der Produktentwicklung, Fehlermeldungen im Support oder sich aufzeigende Trends im Marketing genutzt werden.“

Wie tickt der Markt, was ist erfolgreich, was könnte besser laufen?

Zu wissen, wie der Markt gerade tickt, kann auch bei der Neueinführung eines Produkts oder einer Marke hilfreich sein. „Durch proaktives Monitoring kann an Konversationen teilgenommen werden, um beispielsweise Nutzer zu informieren oder über die eigenen Produkte aufzuklären“, so der Marketing Manager. Sei beispielsweise eine Kampagne besonders erfolgreich, werde das schnell ersichtlich und könne für weitere Arbeitsschritte verwendet werden. Man könne auch auf die Erfolge verweisen, um neue Kunden von sich zu überzeugen. Laufe eine Aktion dagegen einmal nicht so wie gedacht, sei Social Listening eine Möglichkeit, um die Probleme schneller zu finden und nachzujustieren.

Besondere Voraussetzungen müssen Unternehmen nicht erfüllen, um Social Listening zu betreiben. „Social Listening kann unabhängig von der Unternehmensgröße oder Mitarbeiteranzahl betrieben werden“, erklärt Glaßl. Er gibt jedoch zu bedenken, dass es sinnvoll sei, eine spezielle Monitoring-Software wie z.B. BrandwatchAnalytics, Echobot oder Ubermetrics einzusetzen – sonst werde es schnell zu zeitaufwändig.

Mit dem Ohr am Markt fällt es Pharmafirmen leichter, gezielt Influencer oder potenzielle Markenbotschafter anzusprechen. Diese Personen haben oft großen Einfluss auf ihre Fans und Follower und können die Meinung über ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Marke beeinflussen.

Erkenntnisse auch strategisch nutzen

Sind solche Social-Listening-Systeme erst einmal im Einsatz, ist es wichtig, die gewonnenen Erkenntnisse auch strategisch einzusetzen; denn andernfalls wird reines Social Monitoring betrieben. Das ist an sich sinnvoll, doch Social Listening geht einen Schritt weiter: weg vom reinen Verfolgen von Kennzahlen, hin zu echtem Erkenntnisgewinn, der ein Unternehmen weiterbringt. Gerade in Zeiten personalisierter Werbung ist es immens wichtig, seine Kunden so gut wie möglich zu kennen. Social Listening gibt Pharmaunternehmen die Möglichkeit, die Bedürfnisse ihrer Kunden zu erfahren, herauszufinden, was diese von ihnen erwarten und in welchem Maß sie diese Erwartungen erfüllen.

Beitragsbild: © pathdoc / stock.adobe.com

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