Facebook für Dentalunternehmen: 5 Tipps, wie Sie Ihre Präsenz verbessern

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Produktmeldungen posten und hoffen, dass ein Kunde Interesse zeigt reicht nicht. Doch wie erreiche ich als Dentalhersteller Zahnärzte auf Facebook am besten?

Nur ein Tag offline und dann das: Eine gewaltige Flut an Posts, Mitteilungen und Erinnerungen strömen dem User beim Einloggen auf sozialen Netzwerken entgegegen. Zahnärzte nutzen Facebook mehrheitlich privat. Meldungen von Firmen konkurrieren daher mit #Foodporn-Bildern, Urlaubsselfies, aktuellen News um die Aufmerksamkeit des Nutzers. Regulatorische und gesetzliche Vorgaben schränken den Umgang mit Social Media zusätzlich ein. Da ist es schwer, als Dentalunternehmen Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es reicht nicht, Produktmeldungen zu posten und zu hoffen, dass vielleicht mal ein Kunde Interesse zeigt. Dentalfirmen haben unterschiedliche Strategien entwickelt, um ihre Facebook-Präsenz ein attraktiver zu gestalten.

 1: Abwechslung!

„Hauptsächlich nutzen Menschen Facebook, um unterhalten zu werden.“„Heterogenität ist ein wichtiges Thema in den sozialen Netzwerken,“ sagt Robin Venghaus aus dem Online Marketing von Komet Dental. Deswegen treffen sich die beiden Online-Marketer des Dental Unternehmens in wöchentlichen Facebook-Redaktionsmeetings mit Kollegen aus verschiedensten Bereichen: Produktmanager, die Studentenbetreuung, Berater aus dem Innendienst. „Wir versuchen dabei, aktuelle Ereignisse aus dem Gebiet der Zahnheilkunde mit Produkt- und Unternehmensposts zu kombinieren.“ So finden sich auf dem Facebook-Profil von Komet neben Event-Meldungen und Produktinformationen auch viele lustige Videos, Bilder und Gewinnspiele, denn: „Hauptsächlich nutzen Menschen Facebook, um unterhalten zu werden.“ Jedoch sollten die Posts stets professionell aufbereitet werden. „Ziel ist es, mit den Beiträgen eine Geschichte zu erzählen.“

2: Bilder, Bilder, Bilder

„Die Zahngrafiken kreieren wir extra für unsere Facebook-Aktivitäten“ Bilder sind wichtig im Social Web. Nicht umsonst hat die Foto-Plattform Instagram vor kurzen die 500 Millionen Nutzer-Marke geknackt, Tendenz steigend. Die Aufmerksamkeitspanne im Social Web ist kurz: Bilder sind einfacher zu „verdauen“ als Texte und können mit interessanten, lustigen Motiven leichter das Interesse im „Facebook-Dschungel“ wecken. Bei seinem Facebook-Auftritt spricht der Dentalhersteller Heraeus Kulzer seine Fans mit witzig bis niedlich anmutenden Zahnillustrationen an. „Die Zahngrafiken kreieren wir extra für unsere Facebook-Aktivitäten“, so Nina Pauker, Manager Communications Corporate Marketing bei Heraeus Kulzer. Inzwischen seien diese aber schon so beliebt, dass sie vereinzelt auch in anderen Medien genutzt werden. Um die Interaktion mit den Fans anzuregen zeigen die Illustrationen auch regelmäßig Bildrätsel, denn: „Kulzer-Fan zu sein soll ja Spaß machen.“

 

3: Hit your target

Bei einer stark heterogenen Zielgruppe kann es sinnvoll sein, diese zu segmentieren und mehrere FB-Fanpages zu erstellen. Der Zahnersatz-Hersteller Permadental  führt aktuell zwei Seiten: Eine für die Zielgruppe Zahnarztpraxis, die unter der Firmennamen „Permadental“ läuft und eine für Patienten namens „Meine schönsten Zähne“. Dort werden Basis- und Hintergrundinformationen, die für interessierte Patienten relevant sind, geteilt.

4: Planung ist alles

„Social Media ist ein Muss.“ Unternehmen, die (noch) keinen Auftritt bei Facebook und Co. aufweisen können, gelten heute als nicht mehr zeitgemäß und altbacken. Doch nur „mal eben“ ein Profil anlegen reicht nicht, um seine Zielgruppe/Kunden zu erreichen. Daher ist eine strukturierte Planung ein Muss. Wöchentliche Redaktionssitzung wie bei Komet, eine konkrete Zielsetzung wie zwei bis dreimal pro Woche zu posten wie bei Heraeus Kulzer und die Klarheit, wer für die Pflege verantwortlich ist, sind wichtig.

5: Auf nicht zu vielen Hochzeiten tanzen

In einem Social Media-Account steckt Arbeit. Wichtig ist es genau zu schauen, welche Social Media-Kanäle relevant sind. Und: „Am Ende des Tages ist die redaktionelle Kapazität in einem Unternehmen zu beachten“, so Venghaus. Nur mit ausreichend Manpower können verschiedene Kanäle in ausreichender Form gespeist werden, „weil es wichtig für den Content ist, diesen an die verschiedenen Netzwerke anzupassen.“ Oder um es mit den Worten von Pauker zu sagen: „Wir machen lieber eine Sache richtig, als uns in unzähligen Kanälen zu verzetteln, deren Mehrwert am Ende dann vielleicht fraglich ist.“

 

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