So produzieren MSD und AstraZeneca ihren Content fürs Kampagnenjahr

© MSD Sharp & Dohme / Astra Zeneca
Mit einem Content Day bündeln MSD Sharp & Dohme GmbH und AstraZeneca die Produktion, Co-Creation und Medienarbeit ihrer gemeinsamen Prostatakrebsvorsorge-Awareness-Kampagne an einem zentralen Termin. Der Case zeigt Chancen und Learnings eines strukturierten Organisationsansatzes für langfristige Awareness-Kommunikation.
Zusammenfassung
Der Content Day der Prostatakrebsvorsorge-Awareness-Kampagne von MSD Sharp & Dohme GmbH und AstraZeneca ist aus dem Anspruch entstanden, Awareness-Kommunikation konsistenter, qualitativ hochwertiger und strategisch steuerbarer zu machen. Statt dezentraler Einzelproduktionen bündelt das Modell die gesamte Content-Erstellung für ein Kampagnenjahr an einem zentralen Termin – von Porträts und Kurzvideos bis hin zu professionell aufbereitetem Material für die Medienarbeit. Die enge Co-Creation zwischen Unternehmen, Agenturen und Kampagnenbotschaftern schafft klare Rollen, abgestimmte Botschaften und eine einheitliche Bildsprache. Gleichzeitig reagiert der Ansatz auf veränderte Anforderungen der Redaktionen, die zunehmend fertige, qualitativ hochwertige Inhalte nachfragen. Medizinische Experten, ein Medfluencer und Betroffenenstimmen bringen unterschiedliche Perspektiven ein und stärken die Glaubwürdigkeit der Kampagne. Neben Reichweite rücken Relevanz, Engagement und Effizienz als zentrale Erfolgsgrößen in den Fokus. Der Case ordnet den Content Day als möglichen Organisationsansatz für langfristige Awareness-Kommunikation ein – mit klaren Vorteilen, aber auch mit der offenen Frage nach seiner Übertragbarkeit auf andere Kampagnenstrukturen.
Premiere. Und wie es sich für eine solche gehört, bringt der Content Day „Gesichter der Männergesundheit“ von MSD Sharp & Dohme GmbH und AstraZeneca seine ganz eigenen Tücken mit sich. In dem Berliner Fabrik-Loft, in dem sich das Eoin Moylan Studio befindet, ist es an diesem Freitag Ende Januar kühl. Der Winter hat die Hauptstadt fest im Griff, die Kälte krabbelt durch die einfach verglasten Fenster der ehemaligen Fabrikräumlichkeiten. Tee und Kaffee helfen, in Bewegung bleiben auch.
Das Produktionsteam hat sich viel vorgenommen. Zehn bis zwölf Porträtmotive, über 30 Kurzvideos und ein Imagefilm zur „Nichts verpassen“-Kampagne und zum „Wegweiser Prostatakrebs“ entstehen an einem einzigen Tag – das gesamte Kommunikationsmaterial für das Jahr 2026. Ein solches Vorhaben verlangt Effizienz und eine stringente Organisation. Ellen Drechsler, Communication Manager bei MSD Sharp & Dohme GmbH, und Stefanie Scherpf, Manager PR & Communications bei AstraZeneca, haben gemeinsam mit den Agenturen GCI Health und ABC Healthcare viel Zeit in die Vorbereitung investiert. „Das Hauptkriterium für den Erfolg“, sagt Ellen Drechsler, „ist die Vorbereitung.“
Die Kampagne
Die Awareness-Kampagne zur Prostatakrebsvorsorge läuft in Deutschland seit Ende 2022 und wird von MSD Sharp & Dohme GmbH und AstraZeneca im Rahmen einer globalen Awareness-Initiative umgesetzt. Um die Zielgruppen zu erreichen, arbeitet die Kampagne mit bekannten Botschaftern aus dem Profisport sowie mit medizinischen Experten, die die Inhalte in digitalen Kanälen und in der Medienarbeit tragen. Außerdem kooperieren die Phamaunternehmen mit bekannten Medienmarken.
Mehr erfahren Sie hier.
Content Day: Wozu der Aufwand?
In den vergangenen Jahren entstand der Content der Prostatakrebsvorsorge-Awareness-Kampagne punktuell. Viele Inhalte wurden dezentral von den Protagonisten selbst eingesprochen, aufgenommen oder fotografiert, je nach Anlass und Kanal. Unterschiedliche Tonalitäten, variierende Bildqualitäten und ein hoher Koordinationsaufwand waren die Folge. Hinzu kamen die Anforderungen zweier Unternehmen an Freigabeprozesse. Der Wunsch nach mehr Konsistenz wuchs. Bildsprache und Botschaften sollten klarer auf die Kampagne einzahlen und über Monate hinweg wiedererkennbar bleiben. Der Content Day bündelt diese Anforderungen in einem zentralen Produktionstag. „Wir wollten definitiv die Chance haben, den Content zu vereinheitlichen, in der Wahrnehmung, in der Bildsprache und im Messaging“, sagt Ellen Drechsler.

© MSD Sharp & Dohme
„Ein kreativer Raum schafft mehr Nähe, auch vor der Kamera.“
Co-Creation und Zusammenarbeit
Der Content Day erfordert eine enge Zusammenarbeit von MSD Sharp & Dohme GmbH und AstraZeneca. Zwei spezialisierte Agenturen unterstützen dabei. GCI Health verantwortet Social Media Content, visuelle Assets und den Imagefilm. ABC Healthcare übernimmt die redaktionelle Medienarbeit und die Ansprache der Publikumsmedien. Die Bündelung von Kompetenzen erleichtert die Umsetzung komplexer Strukturen und sorgt für inhaltliche Klarheit. Das übergeordnete Ziel: viele Formate in kurzer Zeit in gleichbleibender Qualität zu produzieren. Ein Zwei-Stationen-Setup ermöglicht paralleles Arbeiten: Während an einer Station Videoinhalte entstehen, werden an der anderen Bildmotive aufgenommen. Ein Schichtmodell der Protagonisten sorgt für einen kontinuierlichen Ablauf und reduziert Wartezeiten. Bei der Wahl der Location stand die Umsetzbarkeit im Fokus. „Uns war wichtig, eine Umgebung zu haben, die mehrere Drehstationen erlaubt, aber nicht steril rüberkommt“, sagt Ellen Drechsler. „Ein kreativer Raum schafft mehr Nähe, auch vor der Kamera.“ Alle Inhalte basieren auf vorab entwickelten und freigegebenen Skripten. Die Bündelung reduziert den Aufwand im laufenden Jahr deutlich. „Gerade wenn zwei Unternehmen beteiligt sind, hilft diese Struktur enorm“, erklärt Drechsler. Zugleich ist jedes Content Piece festen Kommunikationsanlässen zugeordnet – von Awareness-Wochen bis hin zu Out-of-Home-Maßnahmen.
Mehrstimmigkeit als Erfolgsfaktor
Vor der Kamera stehen fünf Protagonisten: Prof. Markus Graefen und Prof. Thorsten Schlomm als medizinische Experten, Volker Wittkamp als reichweitenstarker Medfluencer sowie die Brüder Michael und Uli Roth als Betroffenenstimmen. Die Kampagne verbindet damit fachliche Einordnung, kommunikative Reichweite und persönliche Erfahrung und nutzt so unterschiedliche Wege, um die Zielgruppe zu erreichen. Vertrauen und Emotionen treffen auf Expertise. Der gemeinsame Drehtag schafft aber auch Raum für den Austausch der Beteiligten untereinander. „In so einem Setting kommt man automatisch ins Gespräch – über klinische Themen, Patientenfragen und aktuelle Herausforderungen“, sagt Ellen Drechsler. Hinzu kommt die langfristige Zusammenarbeit mit den Botschaftern. „Wir mussten niemanden überzeugen, wieder dabei zu sein.“

© Regine Marxen

© Regine Marxen
Medienarbeit als zweite tragende Säule
Ein Blick auf die Kanäle: Neben der digitalen Kommunikation über Social Media spielt die Medienarbeit eine zentrale Rolle. Inhalte werden gezielt für redaktionelle Formate in Print, Online, Video und Audio aufbereitet. „Die Redaktionen sind heute oft froh, wenn man fertigen, professionellen Content zur Verfügung stellen kann“, sagt Nils Rasche von ABC Healthcare. Auch er begleitet den Content Day vor Ort. Welche Formate entstehen, wird von den Beteiligten vorab gemeinsam definiert: Das sind Experteninterviews, Ratgeberbeiträge oder aber Erfahrungsberichte.
Wirkung messen: Ziele und KPIs
Erfolg ist eine Sache der Perspektive und er lässt sich in Zahlen fassen. Reichweite, Engagement und Medienresonanz sind die zentralen KPIs, ebenso Effizienzindikatoren in Bezug auf Produktionsaufwand und Ressourceneinsatz. Zunehmend rückt die inhaltliche Relevanz in den Fokus. Welche Fragen werden aufgegriffen? Wo steigen Verweildauern? Und welche Inhalte tragen zu einem besseren Verständnis von Vorsorge und Erkrankung bei? Ellen Drechsler bringt es so auf den Punkt: „Reichweite ist wichtig. Relevanz ist entscheidend.“
Ausblick und Learnings
In der Awareness-Kommunikation geht es oftmals weniger um einzelne Kampagnenpeaks als um Konsistenz. Der Content Day untermauert diesen Anspruch. Wie Unternehmen Content künftig bündeln, steuern und kollaborativ entwickeln, ist eine strategische als auch organisatorische Frage. Ob der gebündelte Produktionstag für MSD Sharp & Dohme und AstraZeneca zum Standard wird und der Aufwand sich wirklich lohnt, wird das Jahr 2026 zeigen. Mit Blick auf die Stimmung vor Ort im Eoin Moylan Studio stehen die Chancen für eine Wiederholung gar nicht mal so schlecht.
FAQ
Was ist der Content Day im Kontext des Pharma-Marketings?
Der Content Day ist ein zentrales Produktionsformat, bei dem MSD Sharp & Dohme GmbH und AstraZeneca die gesamte Content-Erstellung für ihre Prostata-Awareness-Kampagne an einem Termin bündeln. Ziel ist es, konsistente Inhalte für Social Media, Medienarbeit und weitere Kommunikationsmaßnahmen über ein gesamtes Kampagnenjahr hinweg zu schaffen.
Welche marketingstrategischen Herausforderungen adressiert der Content Day?
Im Pharma-Marketing führen dezentrale Einzelproduktionen häufig zu uneinheitlichen Botschaften, unterschiedlichen Qualitätsniveaus und hohem Koordinationsaufwand. Der Content Day reagiert auf diese Herausforderungen, indem Inhalte vorab strategisch geplant, gebündelt produziert und über klare Prozesse gesteuert werden
Wie unterstützt der Content Day Konsistenz und Markenführung?
Durch die zentrale Produktion entstehen einheitliche Bildwelten, abgestimmte Kernbotschaften und wiedererkennbare Formate. Diese Konsistenz erleichtert die langfristige Marken- und Kampagnenführung im sensiblen Umfeld der Disease-Awareness-Kommunikation. Die Bündelung der Content-Produktion reduziert Abstimmungsaufwände und vereinfacht Freigabeprozesse. Gleichzeitig ermöglicht sie eine strukturierte Jahresplanung aller Kommunikationsmaßnahmen und damit eine bessere Ressourcennutzung im Vergleich zu punktuellen Einzelproduktionen.
Wie werden Compliance- und Freigabeanforderungen berücksichtigt?
Alle Inhalte basieren auf vorab entwickelten Skripten und durchlaufen medizinische, rechtliche und Compliance-Prüfungen der beteiligten Unternehmen. Dadurch entsteht Planungssicherheit und eine rechtssichere Grundlage für die gesamte Jahreskommunikation.
Disclaimer: Dieser Kasten wurde KI-generiert.

