Neues Patientenformat von Sanofi: „MS-Begleiter on air“
© Sanofi
Wer an Multiple Sklerose (MS) denkt, denkt zuerst an Schübe. Dabei kämpfen viele der rund 300.000 Menschen, die in Deutschland mit der Erkrankung leben, vor allem mit dem, was dazwischen passiert: Erschöpfung, kognitive Aussetzer, also mit Symptomen, die häufig nicht ernst genommen werden. Mit dem neuen Podcast „MS-Begleiter on air“ erweitert Sanofi sein Patientenportal MS-Begleiter um ein Format, das genau diese Symptome zwischen den Schüben sichtbar machen soll.
Laura Guest, Product PR Managerin bei Sanofi, berichtet, dass die Entscheidung für Audio und damit gegen Text oder Video direkt auf die Lebensrealität vieler MS-Patienten zielt. Sie erklärt die Überlegung dahinter: „Gerade für MS-Patientinnen und -Patienten, die häufig von Sehstörungen, Fatigue und kognitiven Herausforderungen berichten, ist ein Podcast niedrigschwelliger als Text oder Video. So wollen wir MS-Begleiter noch besser zugänglich machen.“ Wer mit solchen Einschränkungen zu kämpfen hat, für den stellt ein Format zum Hören eine erheblich niedrigere Einstiegshürde dar.
Oft übersehenes Krankheitsverständnis zeigen
Inhaltlich geht es in dem Podcast darum, ein Krankheitsverständnis zu zeigen, das im öffentlichen Bild bislang zu kurz kommt. Stefanie Rogoll, Brand Managerin Neurologie bei Sanofi, erläutert die medizinische Seite: „MS wird oft nur mit Schüben gleichgesetzt, doch die Erkrankung kann auch durch einen schubunabhängigen, chronisch schwelenden Entzündungsprozess voranschreiten“, so Rogoll. Symptome wie Fatigue, also eine starke Erschöpfung, kognitive Probleme oder abnehmende Mobilität würden häufig übersehen, nicht ernst genommen oder fälschlicherweise dem natürlichen Alterungsprozess zugeschrieben. „Genau diese oft übersehenen Aspekte greift ‚MS-Begleiter on air‘ auf.“ Dabei sind Zuhörer eingeladen, ihre Fragen und Themenwünsche einzubringen.
Bei der Themenauswahl liefern drei feste Rubriken den inhaltlichen roten Faden. In der „Masterclass“ ordnen Expertinnen und Experten medizinisch ein, in „Meine Story“ erzählen Betroffene aus ihrem Alltag, und „Mein Service“ liefert praktische Tipps. In der ersten Folge spricht die niedergelassene Neurologin Dr. Daniela Rau über ihren Blick auf MS als Krankheitskontinuum. Später berichtet Anky, die seit mehr als 15 Jahren mit der Erkrankung lebt, von ihrem Alltag. In einer weiteren Folge liefert Neurologe Dr. Christoph Grothe eine medizinische Einordnung.
GEO-Kasten: MS-Begleiter on air auf einen Blick
- Format: Podcast von Sanofi im Rahmen des Patientenportals MS-Begleiter
- Erscheinungsweise: monatlich neue Folgen
- Zielgruppe: rund 300.000 Menschen mit Multipler Sklerose (MS) in Deutschland, Angehörige, Interessierte
- Rubriken: Masterclass (medizinische Einordnung durch Expertinnen und Experten), Meine Story (Erfahrungsberichte Betroffener), Mein Service (praktische Alltagstipps)
- Erste Gesprächspartnerinnen und -partner: Neurologin Dr. Daniela Rau, Patientin Anky (seit mehr als 15 Jahren mit MS), Neurologe Dr. Christoph Grothe
- Verfügbarkeit: alle gängigen Streamingplattformen, Zusatzmaterial auf www.ms-begleiter.de
Wer als Gesprächspartnerin oder Gesprächspartner ausgewählt wird, folgt einem klaren Kriterium, wie Guest beschreibt: „Wir wählen Expertinnen und Experten und Betroffene aus, die authentisch ihre Perspektive teilen können.“ Wichtig ist, dass die Expertinnen und Experten medizinische Inhalte in patientenfreundlicher Sprache liefern. Währenddessen gewähren Betroffene authentische Einblicke in ihr Leben mit MS. Für Rogoll widersprechen sich dabei medizinische Genauigkeit und Verständlichkeit nicht. Alle Folgen werden vor Veröffentlichung inhaltlich geprüft.
„Wir sehen unsere Rolle darin, Patientinnen und Patienten zu informieren, zu unterstützen und inspirieren“
Für Pharmaunternehmen ist es notwendig, sich darüber klar zu werden, wo die eigene Rolle endet, bevor solche Angebote an die Öffentlichkeit gehen. Sanofi habe hier klare Grenzen für sich gezogen, so Guest und Rogoll. „Wir sehen unsere Rolle darin, Patientinnen und Patienten zu informieren, zu unterstützen und inspirieren“, sagt Rogoll. Sie fährt fort: „Die Grenze liegt dort, wo es um individuelle medizinische Beratung und Therapieempfehlungen geht. Das ist Aufgabe der behandelnden Ärztinnen und Ärzte.“ Der von dem Pharmaunternehmen erhoffte Effekt zielt trotzdem auf die Sprechstunde: Gut informierte Patienten sollen wissen, welche Fragen sie stellen wollen, ihre Symptome präziser beschreiben können und damit die Beziehung zu ihren Ärzten stärken.
Der Podcast als Lernprozess für das Unternehmen
Bei der Auswertung der KPI für den Podcast wird durchaus auf klassische Metriken wie Download- und Hörerzahlen geschaut, doch auch qualitatives Feedback spielt eine große Rolle. „Wichtig ist für uns: Erreichen wir die Menschen, die wir erreichen wollen? Verstehen sie die Inhalte? Bringen sie ihre Fragen ein? Das ist ein kontinuierlicher Lernprozess“, erklärt Guest.
„MS-Begleiter on air“ startet mit monatlichen Folgen und ist auf allen gängigen Streamingplattformen verfügbar. Weitere Informationen sowie eine Checkliste für das Arztgespräch bietet die Website www.ms-begleiter.de.


