Prof. Dr. David Matusiewicz, FOM: „Es wird einen ChatGPT-Health-Moment geben“

© Simon Wegener
ChatGPT Health und Copilot Health sind seit Anfang 2026 auf dem US-Markt. Für Prof. Dr. David Matusiewicz, Gesundheitsökonom und Dekan an der FOM Hochschule, ist das keine Überraschung, aber auch kein Freifahrtschein zum Abwarten. Was der Eintritt der KI-Tech-Giganten ins Gesundheitswesen für Patientenkommunikation und das Pharmamarketing bedeutet.
Das Thema in der Zusammenfassung
Seit Anfang 2026 sind zwei neue KI-Gesundheitsprodukte auf dem US-Markt erhältlich. OpenAI launchte im Januar ChatGPT Health, Microsoft folgte im März mit Copilot Health. OpenAI setzt auf den offenen Einstieg: Wer ChatGPT ohnehin für Gesundheitsfragen nutzt, bekommt einen abgeschotteten Bereich mit erweitertem Datenschutz, verknüpft mit Patientenakten via b.well und Wellness-Apps wie Apple Health. Microsoft denkt vom Ökosystem her. Copilot Health ist als eigener Bereich in Copilot eingebettet und bündelt Daten aus über 50 Wearables sowie aus mehr als 50.000 US-Kliniken via HealthEx. Diagnosen stellen beide nicht. OpenAI hat den EWR, die Schweiz und Großbritannien beim Start explizit ausgeschlossen; Microsoft hat Copilot Health auf englischsprachige US-Nutzer beschränkt.
Prof. Dr. David Matusiewicz, Gesundheitsökonom und Dekan an der FOM Hochschule, erklärt im Interview, dass er eine schrittweise Einführung der KI-Gesundheitsdienste für wahrscheinlich hält, mit angepassten Datenschutzstrukturen und europäischen Rechenzentren. Das hat Folgen. Patienten kommen vorbereitet in die Praxis, mit KI-generierten Auswertungen, eigenen Diagnoseblättern, konkreten Fragen. Der Arzt wandelt sich vom Erstinformanten zum Interpreter dieser Daten. Matusiewicz wertet das als Chance: Die Zeit in der Praxis werde dadurch wertvoller. Für Pharmaunternehmen hat das Konsequenzen. Er sagt; „Ich bin sehr sicher, dass Medizin eine eigene KI-Kategorie wird. Alle großen Anwendungen, ob für Diagnostik, Lifestyle-Coaching oder Forschung, werden in einer eigenen Sparte zusammenkommen.“ Matusiewicz empfiehlt, Partnerschaften mit den großen Plattformanbietern zu suchen. Den nächsten Durchbruch erwartet er von privatwirtschaftlichen Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung, nicht aus der Branche selbst. Einen „ChatGPT-Health-Moment“, an dem sich eine Anwendung als Standard durchsetzt, hält er für unausweichlich.
„Was wäre, wenn wir 2023 im Bundestag über ChatGPT abgestimmt hätten? Dann hätten wir bis heute kein ChatGPT.“
Health Relations: Prof. Matusiewicz, Sie sagen, dass das Rollout von ChatGPT Health und Copilot Health zuerst in den USA erfolgt, hat Sie nicht überrascht.
Prof. Dr. David Matusiewicz: Nein, weil dort ganz andere Datenschutzvorgaben gelten als in Europa, der Schweiz oder Großbritannien. In den USA gilt das Prinzip: Ärzte und Forscher dürfen grundsätzlich vieles tun, aber wer mit Daten Schindluder betreibt, wird hart bestraft. In Europa hingegen muss man erst Hürden überwinden, regulatorische Vorgaben, um überhaupt starten zu können. Das ist eine völlig andere Denkweise: In den USA gilt erst einmal „Machen lassen“, Verstöße werden nachträglich sanktioniert. Hier wird man gehindert, überhaupt loszulaufen. Die US-amerikanische Denkweise gilt in meinem Umfeld eher als innovationsfördernd. Man sagt ja so treffend: USA innoviert, China kontrolliert, Europa reguliert.
Health Relations: Dennoch: Der europäische Markt ist groß und attraktiv. ChatGPT Health und Copilot Health werden ihn nicht ignorieren können. Sie gehen davon aus, dass die Einführung schrittweise erfolgen wird, mit stärkerer Datentrennung. Was meinen Sie damit?
Prof. Dr. David Matusiewicz: Folgendes Gedankenspiel: Was wäre, wenn wir 2023 im Bundestag über ChatGPT abgestimmt hätten? Dann hätten wir bis heute kein ChatGPT. Genauso überholt der Markt quasi die Regulation. Der Nutzer stimmt mit den Füßen ab. Wir sind bereits mittendrin. Wir haben ein erstes Datennutzungsgesetz hinter uns, ein zweites ist in der Abstimmung. Daten werden genutzt, aber siloartig, zu Forschungszwecken, nicht übergreifend. Das Bundesamt für Soziale Sicherung hat die Daten aller Krankenkassen. Man könnte damit eigentlich alles auswerten. Inzidenzen, Prävalenzen, Krankheitsverläufe. Aber das tun wir nicht. Ich habe vor 15 Jahren meine Doktorarbeit zu Routinedaten geschrieben, mit der These, dass wir darüber Inzidenzen, Prävalenzen und Tumorbilder berechnen könnten. Stand 2026 ist das größtenteils noch nicht passiert. Die Daten liegen in Silos. Die Systeme reden nicht miteinander.
Health Relations: Aber um das zu ändern, werden gerade viele Lösungen entwickelt, oder?
Prof. Dr. David Matusiewicz: Ja, definitiv. Ich tausche mich auch mit den neuen Gesundheitsakteuren wie den Tech Giganten und auch Drogerien aus. Als Gesundheitsökonom beobachte ich: Die gesundheitspolitische Verantwortung wird zunehmend dem Einzelnen übertragen, weil das System sonst nicht mehr finanzierbar bleibt. Ergo: Der private Markt wird wachsen. Selbstzahler, Zuzahlungen, private Anbieter. Tech-Giganten, Drogerien, Supermärkte werden den Gesundheitsmarkt erobern. In zehn Jahren werden wir einen völlig anderen Markt haben, mit deutlich mehr Innovation aus der Privatwirtschaft.
Health Relations: Also wird die Wirtschaft Innovationstreiber sein. Welche Rolle können Pharmaunternehmen in diesem Diskurs spielen?
Prof. Dr. David Matusiewicz:Pharma wird oft als das schwarze Schaf der Gesundheitsbranche betrachtet. Ich sehe das anders. Die Unternehmen investieren Milliarden in Forschung und Entwicklung, das darf man auch für den Standort Deutschland nicht vergessen. Ich sehe Pharma als einen der zentralen Innovationstreiber. Warum? Weil Big Pharma schlicht viel Kapital hat. Die Unternehmen kaufen heute Digitale Gesundheitsanwendungen, entwickeln digitale Kommunikationskanäle, weil der klassische Außendienst nicht mehr funktioniert. Ich bin dabei neutral: Es gibt nicht die Guten und die Schlechten. Ich sehe auf beiden Seiten Kapitalismus – und auf beiden Seiten Gutes.
„Ich bin sehr sicher, dass Medizin eine eigene KI-Kategorie wird. Alle großen Anwendungen, ob für Diagnostik, Lifestyle-Coaching oder Forschung, werden in einer eigenen Sparte zusammenkommen.“
Health Relations: Lassen Sie uns nochmals auf Anwendungen wie ChatGPT Health oder eben Copilot Health schauen. Sie können disruptiv sein, auch, weil sie ein direkter Hebel zum Patienten sind. Wird dieser direkte Weg zum Patienten in Zukunft wichtiger sein als der Weg über den Arzt?
Prof. Dr. David Matusiewicz:Ich sehe hier so etwas wie eine Demokratisierung von medizinischem Wissen. Ich habe kürzlich auf einer Veranstaltung ein Bild gezeigt: Ein Auto, am Steuer der Patient, daneben der Arzt mit einem Gesundheitsatlas. Der Patient hat seine Daten ins Navi eingegeben, der Arzt schaut zu. Das klingt provokant, ist aber keine fiktive Beschreibung, sondern bereits Realität. Ich habe dort mit einer jungen Ärztin gesprochen, zu der ein Patient mit ChatGPT-generierten Daten und einem selbst erstellten Diagnoseblatt in die Praxis kam. Sie hat zunächst reflexartig abgewehrt, aber im Laufe des Gesprächs stellte sie fest, dass der Patient eine Nebendiagnose tatsächlich korrekt identifiziert hatte. Das war für sie eine Zäsur. Wir werden künftig immer mehr gut informierte Patienten sehen, die mit umfangreichem Datenmaterial zum Arzt kommen. Der Arzt muss das in drei bis sieben Minuten überblicken. Wir haben bereits eine Dreieckskommunikation zwischen KI, Arzt und Patient. Der Arztberuf wird sich verändern. Der Arzt wird als Interpret dieser Daten zunehmend wichtiger. Die „Quality Time“ in der Arztpraxis wird wertvoller.
Health Relations: Wenn jetzt Copilot Health oder ChatGPT Health als persönlicher Gesundheitsberater agiert, inwiefern können die Systeme sinnvoll gekoppelt werden an Datensysteme, die wir nutzen können für Forschung und Entwicklung, für bessere Therapietreue?
Prof. Dr. David Matusiewicz: Ich bin sehr sicher, dass Medizin eine eigene KI-Kategorie wird. Alle großen Anwendungen, ob für Diagnostik, Lifestyle-Coaching oder Forschung, werden in einer eigenen Sparte zusammenkommen. Dazu wird es auch spezialisierte Medizin-LLMs von Pharmaunternehmen geben. Wir sehen eine zunehmende Vertikalisierung der KI. Die Leitplanken werden eng gesetzt: bitte nicht halluzinieren, bitte nur Leitlinien zitieren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir wirklich sehr gute, medizinspezifische KI-Lösungen haben. Ich sehe über die gesamte Wertschöpfungskette von Forschung bis Patientenkommunikation überall Use Cases.
Health Relations: Aber wie sieht es mit der ePA aus. Sollten nicht alle Daten am besten in die ePA einfließen?
Prof. Dr. David Matusiewicz:Das ist ein guter Punkt. Es ist der klassische Diskurs zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung. Als Ökonom würde ich sagen: Lasst den Markt entscheiden. Die ePA wird ein wichtiges Instrument sein, diese Systeme werden auf sie zugreifen können, wenn Arzt oder Patient es freigeben. Aber sie wird einer von mehreren Datenpools sein. Medizin ist nicht nur, was der Arzt codiert. Medizin ist auch, wie ich schlafe, wie ich mich bewege, wie ich esse. Stichwort: Lifestyle-Daten, Real World Evidence. Die reine Medizinzentrierung greift viel zu kurz. Patienten werden sehr schnell herausfinden, welches Tool die besten Ergebnisse liefert. Das Rennen wird über die Nutzer und die Transparenz entschieden, nicht darüber, welcher Verband welches Tool empfiehlt. Es wird, ähnlich wie beim ChatGPT-Moment 2023, irgendwann einen „ChatGPT Health-Moment“ geben. Ein Tool, das sich durchsetzt und die anderen schnell vom Markt drängt. Ich glaube nicht, dass dieses Tool von einer KV, dem BMG oder der gematik kommen wird. Es wird wahrscheinlich wieder ein privatwirtschaftliches Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung sein. Ob Europa da noch Anschluss findet, weiß ich ehrlich gesagt nicht.
„Amazon wird irgendwann ‚Amazon Prime for Health‘ haben, davon bin ich überzeugt.“
Health Relations: Kommen wir zur Kommunikation. Die klassische Trennung zwischen Informationsservice und Marketing im Gesundheitswesen wird, sagen Sie, zunehmend verschwimmen. Was meinen Sie damit?
Prof. Dr. David Matusiewicz: Im Gesundheitswesen waren Informationen lange stark qualitätsgesichert und konservativ kuratiert. Pressemitteilungen, Leitlinien, wissenschaftliche Publikationen. Jetzt befinden wir uns plötzlich in einer schnellen TikTok-Welt. Man muss sich nur die Diskussion um Medizin-Influencer anschauen: Nutzer fragen in Kommentaren junge Medizinstudierende nach Ernährungs- und Abnehmtipps. Statt eines Hausarztes. Diese Studierenden machen Fehler, sind fachlich noch nicht auf dem Stand eines erfahrenen Arztes, aber sie sind laut und haben Reichweite. Die evidenzbasierte Informationswelt prallt auf eine reichweitengetriebene Marketingwelt. Auf dem Gesundheitswirtschaftskongress begegnen mir klassische Entscheider. Konservativ, formell, kaum digital unterwegs. Auf der anderen Seite stehen Medizinstudierende, Hackathons, neue Formate. Das sind zwei Welten, deren Geschwindigkeit und Logik sich fundamental unterscheiden.
Health Relations: Vertrauen spielt eine große Rolle. Was wiegt aus Ihrer Sicht mehr: Das Vertrauen in ein im Gesundheitswesen verankertes Pharmaunternehmen oder in KI-Plattformen und private Gesundheitsanbieter wie Drogerien oder Amazon, die ebenfalls in den Healthcare-Sektor streben.
Prof. Dr. David Matusiewicz: Ich habe schon vor 15 Jahren auf Gesundheitskongressen über die „Amazonisierung des Gesundheitswesens“ gesprochen. Damals haben alle noch gelacht. Convenience und Nutzen schlagen jede Form von Bedenken. Ich habe persönlich mehr Vertrauen in Amazon, weil ich weiß, dass das Paket morgen ankommt. Zu einem Pharmaunternehmen habe ich als normaler Mensch kaum einen direkten Bezug. Wenn Sie eine Befragung machen, werden die meisten sagen, sie unterstützen den lokalen Handel und die Apotheke. Aber zu Hause bestellen sie dann doch per Amazon ihr Buch – und künftig auch ihr Medikament. Warum? Weil es einfach ist. Amazon wird irgendwann „Amazon Prime for Health“ haben, davon bin ich überzeugt. Schon heute gibt es in neuen Apps Family-Account-Funktionen, mit denen man Gesundheitsmanagement für ältere Familienangehörige übernehmen kann.
Health Relations: Zusammengefasst: ChatGPT Health und andere gesundheitszentrierte KI-Anwendungen werden kommen. Die großen Tech-Konzerne werden die Nase vorn haben und sind oftmals bereits in den Lebenswelt der Patientinnen und Patienten verankert. Pharmaunternehmen sind also gut beraten, Partnerschaften mit diesen Plattformen zu suchen?
Prof. Dr. David Matusiewicz:Exakt. Und bei allem Pessimismus: Wir werden das beste Gesundheitssystem haben, das wir bisher hatten. Das vergessen viele. In der Rückschau wird man sagen, 2026 war das Gesundheitssystem in Deutschland ein absoluter Dschungel, papiergetrieben und segmentiert. Aber die Medizin wird besser, die Menschen werden weniger Schmerzen haben, länger und gesunder leben. Das ist das eigentliche Outcome. Aber: Wir in Europa müssen Gas geben und europäisch denken, nicht nur deutsch. Wir müssen größer denken. Wir sind zu bescheiden, zu kleinteilig, zu vorsichtig.Wir müssen zukunftsfreudiger werden und utopischer denken statt dystopisch. Das ist das Mindset, das ich mir wünsche.
FAQ: ChatGPT Health und Copilot Health
Was sind ChatGPT Health und Copilot Health? ChatGPT Health ist ein seit dem 7. Januar 2026 in den USA verfügbarer Bereich innerhalb der ChatGPT-App von OpenAI. Er hilft Verbrauchern, persönliche Gesundheitsdaten wie Laborwerte, Ernährungsdaten und Arztvorbereitungen besser zu verstehen. Diagnosen stellt das System ausdrücklich nicht. OpenAI arbeitet mit b.well Connected Health zusammen, das den Zugriff auf elektronische Patientenakten ermöglicht, sowie mit Wellness-Apps wie Apple Health und MyFitnessPal. (Quelle: OpenAI, openai.com, 07.01.2026)
Copilot Health ist ein vergleichbares Angebot von Microsoft, das seit dem 12. März 2026 als Preview in den USA verfügbar ist. Es führt medizinische Unterlagen, Wearable-Daten und Laborwerte zusammen und erläutert sie in verständlicher Sprache. Als Datenpartner fungiert HealthEx; inhaltlich kooperiert Microsoft mit Harvard Health und einem externen Ärztegremium aus mehr als 230 Medizinerinnen und Medizinern aus über 24 Ländern. (Quelle: Microsoft AI, microsoft.ai, 12.03.2026)
Wann kommen ChatGPT Health und Copilot Health nach Europa? Ein dauerhafter Marktverzicht gilt als unwahrscheinlich. Nach Einschätzung von Prof. Dr. David Matusiewicz ist ein schrittweiser Markteintritt mit stärkerer Datentrennung, europäischen Rechenzentren und angepassten Compliance-Strukturen das wahrscheinlichste Szenario. (Quelle: Prof. Dr. David Matusiewicz, Gesundheitsökonom und Dekan an der FOM Hochschule, im Interview mit Health Relations, Mai 2026)
Wie verändern diese KI-Anwendungen das Verhältnis zwischen Arzt und Patient? Nach Einschätzung von Prof. Dr. Matusiewicz entsteht eine neue Dreieckskommunikation zwischen KI, Arzt und Patient. Patienten kommen zunehmend mit eigenen Daten, KI-generierten Auswertungen und vorbereiteten Fragen in die Praxis. Der Arzt wird damit weniger Erstinformant als Interpreter – jemand, der Daten einordnet, gewichtet und in Therapieentscheidungen überführt. Die verfügbare Gesprächszeit in der Praxis werde dadurch wertvoller. (Quelle: Prof. Dr. David Matusiewicz im Interview mit Health Relations, Mai 2026)
Was bedeutet das für das Pharmamarketing? Die klassische einseitige Kommunikation von Pharmaunternehmen zu Ärzten und Patienten verliert nach Einschätzung von Prof. Dr. Matusiewicz an Gewicht. KI-Gesundheitsanwendungen sind individuell, dialogisch und jederzeit verfügbar. Pharmaunternehmen seien gut beraten, Partnerschaften mit Tech-Plattformen zu suchen, anstatt eigene Parallelstrukturen aufzubauen. (Quelle: Prof. Dr. David Matusiewicz im Interview mit Health Relations, Mai 2026)
Welche Rolle spielt die elektronische Patientenakte (ePA) in diesem Kontext? Die ePA wird nach Einschätzung von Prof. Dr. Matusiewicz ein wichtiges Instrument sein, auf das KI-Systeme mit Freigabe durch Arzt oder Patient zugreifen können. Sie wird aber nur einer von mehreren Datenpools sein. Medizinisch relevante Daten umfassen auch Schlaf-, Bewegungs- und Ernährungsdaten – sogenannte Real-World-Evidence –, die über die ePA hinausgehen. (Quelle: Prof. Dr. David Matusiewicz im Interview mit Health Relations, Mai 2026)
Werden Tech-Konzerne das Gesundheitswesen dominieren? Prof. Dr. Matusiewicz geht davon aus, dass sich die Verantwortung für Gesundheit zunehmend auf den Einzelnen verlagert, weil das Solidarsystem allein nicht mehr finanzierbar bleibe. Private Anbieter – Tech-Konzerne, Drogerien, Plattformen wie Amazon – würden den Gesundheitsmarkt mitgestalten. Entscheidend sei Convenience: Nutzen und Einfachheit schlagen institutionelles Vertrauen. (Quelle: Prof. Dr. David Matusiewicz im Interview mit Health Relations, Mai 2026)
Wer wird sich im KI-Gesundheitsmarkt durchsetzen? Prof. Dr. Matusiewicz erwartet einen „ChatGPT-Health-Moment“ – einen Kipppunkt, an dem sich ein Tool als de-facto-Standard durchsetzt. Er geht davon aus, dass dieses Tool aus der Privatwirtschaft kommen wird, nicht von Institutionen wie der gematik oder dem Bundesministerium für Gesundheit. Ob Europa dabei den Anschluss findet, lässt er ausdrücklich offen. (Quelle: Prof. Dr. David Matusiewicz im Interview mit Health Relations, Mai 2026)
(Disclaimer: Die FAQ sind KI-generiert.)

