Can Yildiz gehört zu einer neuen Generation von Führungskräften in der Healthcare-Kommunikation. Mit 34 Jahren wurde er zum Chief Innovation Officer der WEFRA LIFE Gruppe ernannt und gestaltet gemeinsam mit Adrian Haack und Niklas Kurz den Wandel des Unternehmens, das auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblickt. Mit Health Relations spricht er über Mut, Neugier, klassische Musik und darüber, warum Innovation nur dann Sinn ergibt, wenn sie Menschen hilft.

Das Wichtigste im Überblick

Can Yildiz ist neuer Chief Innovation Officer (CIO) der WEFRA LIFE Gruppe und Teil einer neuen Führungsgeneration, die den Wandel der Healthcare-Kommunikation mitgestalten will. Im Porträt spricht der 34-Jährige über seine ungewöhnliche Laufbahn vom Konzertpianisten zum Innovationsexperten, den Wert von Neugier und lebenslangem Lernen sowie seine Überzeugung, dass Innovation nur dann erfolgreich ist, wenn sie Menschen einen echten Mehrwert bietet.

Als das Gespräch beginnt, sitzt Can Yildiz bereits in einer Lounge am Bahnhof. Gleich muss er zum Zug. Trotzdem wirkt nichts an ihm gehetzt. Im Videocall trägt er ein dunkles Hemd und Headset. Er lächelt oft, hört aufmerksam zu, beantwortet jede Frage mit ehrlichem Interesse. Als er später zum Gleis aufbricht, läuft das Gespräch einfach weiter. Es passt zu jemandem, der Veränderung nicht als Ausnahmezustand betrachtet, sondern als Teil seines Lebens.

„Ich bin sehr neugierig“, sagt Yildiz über sich selbst. Sein bester Freund würde das vermutlich als Erstes nennen. Und tatsächlich zieht sich diese Neugierde wie ein roter Faden durch seine Biografie.

Der heute 34-Jährige wurde in Istanbul geboren und wuchs im liberalen Stadtteil Nişantaşı auf. Umgeben von Kunst, Mode, internationalen Einflüssen und Menschen aus unterschiedlichsten Lebenswelten. Seine Eltern legten dafür den Grundstein. Der Vater, Architekt und Hochschulprofessor, vermittelte ihm die Freude am Lernen. Die Mutter, eine Bankerin, zeigte ihm, wie wichtig es ist, Menschen zuzuhören und komplexe Themen so zu erklären, dass andere einen Bezug dazu finden.

„Mein Vater hat immer gesagt: Du musst wissen, was du nicht weißt.“

„Mein Vater hat immer gesagt: Du musst wissen, was du nicht weißt.“ Dieser Satz prägt ihn bis heute. Wissenslücken betrachtet er nicht als Schwäche, sondern als Einladung zum Lernen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sein beruflicher Weg alles andere als geradlinig verlief.

Vom Konzertsaal in die Kommunikationsbranche

Was viele seiner heutigen Kolleginnen und Kollegen überraschen dürfte: Bevor Can Yildiz Wirtschaft studierte, verbrachte er mehr als zehn Jahre an einem staatlichen Konservatorium. Seine Kindheit und Jugend waren geprägt von Bach, Chopin und Beethoven. Er wurde zum klassischen Pianisten ausgebildet. Doch irgendwann merkte er, dass ihm etwas fehlte.

„Musik war für mich etwas sehr Persönliches. Man verbringt unglaublich viel Zeit allein. Aber ich wollte mehr Austausch, mehr Menschen, mehr gemeinsames Gestalten.“ Der Wechsel vom Klavier zur Betriebswirtschaft bedeutete einen radikalen Neustart. Ganz losgelassen hat ihn die Musik jedoch nie. Im Gegenteil. Noch heute beeinflusst sie seine Art zu denken und Entscheidungen zu treffen.

„Musik ist für mich Mathematik. Man lernt, Strukturen zu erkennen, Harmonie und Spannung zu verstehen und unterschiedliche Elemente am Ende zu einem Ganzen zusammenzuführen. Ich glaube, das prägt bis heute die Art, wie ich auf Probleme, Teams und Innovation schaue“, sagt Yildiz. Wer ihm zuhört, versteht schnell: Für ihn ist Innovation kein Selbstzweck. Sie muss Sinn ergeben.

Lernen zwischen Kulturen

Nach dem Studium zog es Yildiz hinaus in die Welt. Ein Austauschsemester führte ihn zunächst nach Rotterdam. Dort lernte er nicht nur ein internationales Umfeld kennen, sondern auch Demut. Er erinnert sich noch heute daran, wie selbstverständlich Menschen dort mehrere Sprachen beherrschten. Die Erfahrung motivierte ihn, sich selbst immer wieder neuen Herausforderungen auszusetzen.

„Ich habe gelernt, dass dieselben Daten in verschiedenen Ländern ganz unterschiedlich interpretiert werden können.“

Beruflich führte ihn sein Weg zunächst nach Budapest und später nach Deutschland. Von Frankfurt am Main aus verantwortete er bei der internationalen Agentur Dentsu eine europaweite Rolle und arbeitete mit Teams in zahlreichen Ländern zusammen. Überall begegnete er Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Arbeitsweisen und kulturellen Prägungen. Eine Erkenntnis prägt seinen Führungsstil bis heute: „Ich habe gelernt, dass dieselben Daten in verschiedenen Ländern ganz unterschiedlich interpretiert werden können.“

Freundlichkeit als Prinzip

Fragt man Yildiz nach einem Wert, über den nicht verhandelt werden kann, kommt die Antwort ohne Zögern: „Kindness.“ Freundlichkeit. Nicht im Sinne von Konfliktvermeidung, sondern als bewusste Entscheidung im Umgang miteinander. Für ihn gibt es unzählige Möglichkeiten, dieselbe Botschaft zu vermitteln. Deshalb erwartet er von sich selbst und anderen einen respektvollen Umgang – unabhängig von Position oder Hierarchie. „Ich würde niemals mit jemandem arbeiten wollen, der andere Menschen schlecht behandelt.“

Diese Haltung zieht sich durch seine Antworten. Immer wieder spricht er über Menschen, die ihm Chancen gegeben haben. Über Vorgesetzte, die ihn ausprobieren ließen. Über Mentoren, die ihn nicht vor Fehlern bewahrten, sondern ihm Raum zum Lernen gaben. Heute versucht er, genau das an jüngere Talente weiterzugeben.

Aber warum eine Karriere im Healthcare-Sektor?

Dass sein Weg schließlich in die Healthcare-Kommunikation führte, war keineswegs geplant. Viele Jahre arbeitete Yildiz in datengetriebenen Bereichen für Technologie-, Konsumgüter- oder Automotive-Unternehmen. Irgendwann begann er sich jedoch zu fragen, welchen Zweck seine Arbeit eigentlich erfüllt. „Am Ende halfen wir dabei, mehr Autos, mehr Software oder mehr Konsumgüter zu verkaufen.“

Als WEFRA LIFE auf ihn zukam, war er zunächst Branchenfremder. Doch die Idee faszinierte ihn sofort. Kommunikation im Gesundheitswesen, sagt er, habe einen anderen Charakter. Sie unterstütze Menschen, die anderen Menschen helfen. „Das fühlte sich einfach sinnvoller an.“ Dass er dafür noch einmal ein völlig neues Feld lernen musste, schreckte ihn nicht ab. Im Gegenteil. Es gehört für ihn zur Lebensphilosophie.

Als Can Yildiz vor fünf Jahren zu WEFRA LIFE wechselte, bestand seine Aufgabe darin, datengetriebene Ansätze für die Kommunikation mit Healthcare Professionals aufzubauen. Gemeinsam mit seinem Team entwickelte er Werbe-, Mess- und Analyseansätze und trieb die Verbindung von Daten, Technologie und Kommunikation voran. Die heutige CIO-Rolle ist für ihn deshalb weniger ein Neuanfang als die konsequente Weiterentwicklung dessen, was er bereits seit Jahren im Unternehmen gestaltet. Heute verantwortet er als Chief Innovation Officer die Innovationsstrategie der gesamten Gruppe.

Kurz und knackig: die Entscheiderfragen

Frühaufsteher oder Nachteule? Frühaufsteher.
Daten oder Intuition? Intuition.
Strategie oder Kreativität? Strategie.
Buch oder Podcast? Podcast.
Remote Work oder Büro? Ich bin eigentlich jeden Tag im Büro aber ich sage Remote Work.
KI-Optimist oder KI-Skeptiker? Optimist.
Führen oder Mentoring? Mentoring.
Kaffee oder Tee? Kaffee.
Große Vision oder kleine Details? Große Vision.
Ein Wort für die Zukunft der Healthcare-Kommunikation? Fürsorge.

„Ich habe mich noch nie von einem Unternehmen so wertgeschätzt gefühlt“, sagt er. In großen Konzernen sei man oft eine von vielen Nummern. Bei WEFRA habe er dagegen erlebt, dass Ideen gesehen, gefördert und weiterentwickelt werden. Besonders prägend sei für ihn das Vertrauen gewesen, das ihm entgegengebracht wurde. Als die Geschäftsführung ihm die neue Rolle anbot, stand für ihn deshalb weniger der Titel im Mittelpunkt als die Botschaft dahinter. „Ich habe daran geglaubt, dass ich es schaffen kann, weil sie daran geglaubt haben.“

Eine neue Generation von Führungskräften

Gemeinsam mit Geschäftsführer Matthias Haack sowie Adrian Haack und Niklas Kurz gestaltet Can Yildiz die nächste Entwicklungsphase der WEFRA LIFE Gruppe. Während Matthias Haack für Kontinuität und jahrzehntelange Erfahrung steht, bringen die jüngeren Führungskräfte neue Perspektiven in die Weiterentwicklung des Unternehmens ein.

Yildiz spricht dabei mit sichtbarem Respekt über das Unternehmen, das sich auf fast ein Jahrhundert Geschichte zubewegt. „Ich habe das Gefühl, Teil eines Erbes zu sein. Wir wissen, woher wir kommen, und wir wissen, wo wir hinwollen.“ Für ihn liegt genau darin die besondere Stärke der aktuellen Führungsgeneration. Sie verbindet die Erfahrung und das Wissen der vergangenen Jahrzehnte mit der Bereitschaft, neue Technologien, neue Arbeitsweisen und neue Ideen auszuprobieren.

Dabei gehe es nicht darum, Trends hinterherzulaufen. Vielmehr wolle man gemeinsam mit Kunden, Medienpartnern und anderen Akteuren der Branche die nächste Entwicklungsstufe der Healthcare-Kommunikation gestalten. „Wir möchten die gesamte Branche auf die nächste Veränderung vorbereiten.“ Dass er selbst Teil dieses Wandels sein darf, erfüllt ihn sichtbar mit Stolz.

„Innovation macht für mich nur Sinn, wenn sie Menschen hilft.“

Glück ist wichtiger als Titel

Can Yildiz definiert nicht über Positionen. Titel, sagt er, kommen und gehen. Wirklicher Erfolg sei es, etwas aufzubauen, das anderen hilft. Vielleicht erklärt das auch, warum er heute bewusst darauf achtet, neben aller beruflichen Leidenschaft Raum für andere Dinge zu lassen. Seine Verlobte, eine Designerin aus Belarus, erinnert ihn gelegentlich daran, dass nicht jede freie Minute dem nächsten Projekt gehören muss.

Zwar verantwortet er die WEFRA-Innovationsstrategie, doch wer große Schlagworte oder Technik-Euphorie erwartet, wird überrascht. Gerade dem aktuellen KI-Hype begegnet er mit bemerkenswerter Nüchternheit. Künstliche Intelligenz sei zweifellos eine der wichtigsten Technologien unserer Zeit, sagt Yildiz. Sie könne dabei helfen, Ideen schneller zu testen, Prozesse effizienter zu gestalten und bessere Entscheidungen zu treffen. Entscheidend sei jedoch nicht, ob etwas KI-gestützt ist, sondern ob es ein reales Problem löst. Zu oft werde über Technologie gesprochen, ohne ihren tatsächlichen Nutzen zu hinterfragen. Ihn interessiert deshalb weniger der Hype als die Wirkung: Hilft eine Innovation Kunden, Teams und Partnern? Und schafft sie am Ende einen Mehrwert für die Menschen, für die Gesundheitskommunikation gemacht wird?

Can Yildiz wirft den Blick nach vorn

Kurz vor Ende des Gesprächs wird es noch einmal persönlich. Im Schnellfragerunden-Modus (s. Kasten) entscheidet sich der Datenexperte überraschend oft für die menschliche Seite: Intuition statt Daten. Mentoring statt Führen. Und auf die Frage nach der Zukunft der Healthcare-Kommunikation antwortet er mit nur einem Wort: „Care.“ Fürsorge. Vielleicht beschreibt dieses Wort nicht nur die Zukunft der Branche, sondern auch den Menschen Can Yildiz am besten.

FAQ: Can Yildiz und die Zukunft von WEFRA LIFE

Wer ist Can Yildiz?
Can Yildiz ist Chief Innovation Officer (CIO) der WEFRA LIFE Gruppe. Vor seinem Wechsel in die Healthcare-Kommunikation arbeitete er in internationalen Agenturen und verantwortete daten- und technologiegetriebene Projekte in verschiedenen europäischen Märkten.

Welche Aufgaben hat ein Chief Innovation Officer?
Als CIO verantwortet Yildiz die strategische Steuerung und Weiterentwicklung aller Innovationsinitiativen der WEFRA LIFE Gruppe. Dazu gehören unter anderem die Verbindung von Technologie, Daten und Kommunikation sowie die Entwicklung neuer Lösungen für Kunden und Zielgruppen.

Warum hat WEFRA LIFE die Position geschaffen?
Mit der neuen Rolle reagiert WEFRA LIFE auf den Wandel in der Healthcare-Kommunikation. Themen wie Künstliche Intelligenz, Datenanalyse und integrierte Kommunikationsmodelle gewinnen zunehmend an Bedeutung und erfordern neue Strukturen.

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz für Can Yildiz?
Yildiz sieht KI als wichtige Zukunftstechnologie, warnt jedoch vor blindem Technologieeinsatz. Für ihn ist Innovation nur dann erfolgreich, wenn sie konkrete Probleme löst und Menschen einen echten Mehrwert bietet.

Wofür steht die neue Führungsgeneration bei WEFRA LIFE?
Gemeinsam mit Adrian Haack und Niklas Kurz gehört Can Yildiz zu einer neuen Generation von Führungskräften, die die fast 100-jährige Unternehmensgeschichte fortschreibt und die Agentur auf die nächsten Veränderungen im Gesundheitsmarkt vorbereiten will.

Woran misst Can Yildiz Erfolg?
Nicht an Titeln, sondern daran, ob es gelingt, etwas aufzubauen, das anderen hilft. Lernen, Neugier und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, spielen dabei für ihn eine zentrale Rolle.

(Disclaimer: Die FAQ wurden mit KI generiert.)