Darum geht der Orthomol-Chef als Investor in die Höhle der Löwen

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Nils Glagau ist Inhaber und Geschätsführer der Orthomol GmbH aus Langenfeld.
Nils Glagau ist Inhaber und Geschätsführer der Orthomol GmbH aus Langenfeld.

Nils Glagau, Geschäftsführer des Unternehmens Orthomol GmbH, wird neuer Investor bei der VOX-Gründersendung „Die Höhle der Löwen“. Health Relations hat nachgefragt, warum ihn das Sendeformat reizt und worauf er bei den Gründern besonders achtet.

Health Relations: Herr Glagau, Sie werden 2019 der siebte Investor bei „Die Höhle der Löwen„. Warum machen Sie bei der Show mit?

Nils Glagau: Mich reizen vor allem die Gründer. Ich bin sehr gespannt auf die kreativen Köpfe, die in „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) kommen. Mit ihnen gemeinsam ihre Idee erfolgreich zu machen und langfristig erfolgreiche Marken aufzubauen – das ist für mich eine reizvolle Herausforderung. Gerade, weil wir mit Orthomol schon erste Erfahrungen mit Start-ups gemacht haben, passt das jetzt sehr gut.

Health Relations: Worauf achten Sie besonders, wenn ein Pharma-Start-up einen Investor sucht?

Glagau: Auf den Nutzen für den Verwender bzw. Patienten. Und natürlich die wissenschaftliche Rationale – ist all das, was versprochen wird, auch korrekt und sinnvoll?

Health Relations: Was macht die Show für Sie als Vertreter eines Pharmaunternehmens interessant?

Glagau: Orthomol ist nicht „klassisch Pharma“. Das zeigt sich vor allem in unserem neuen Auftritt. Wir starten ins Jahr mit neuer Positionierung und einem neuen Corporate Design, das auch das Packaging umfasst. Wir möchten unseren Verwendern zeigen: Wenn sie bereit sind, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun, stehen wir als Partner bereit, um sie mit ausgewogen dosierten Produkten zu unterstützen. Für uns wie aber auch für Unternehmen aller Branchen ist DHDL eine spannende Plattform, um die eigene Marke bekannter zu machen. Aber auch, um kreative Köpfe zu treffen. Wir können sicherlich einiges lernen von Start-ups und innovativen Gründern.

Health Relations: Wie ist Ihr persönlicher Werdegang?

Glagau: Ich habe Orthomol von Beginn an mit begleitet – die Gründung im Familienunternehmen mit meinem Vater, danach verschiedene Stationen im Orthomol-Innen- und Außendienst absolviert. Studiert habe ich Ethnologie mit Schwerpunkt Alt-Amerikanistik an der Universität Bonn.

Health Relations: Was braucht ein Pharma-Start-up, damit es auf dem Markt Fuß fassen kann?

Glagau: Ich glaube, das unterscheidet Pharma-Start-ups nicht von anderen: Eine gute Idee ist natürlich ausschlaggebend. Und dann aber auch Mut! Sich zu verändern, für seine Idee zu kämpfen, wenn es vielleicht auch mal schwierig ist. Und Neugier. Denn wer im Kopf stehen bleibt, wird auch sein Unternehmen nicht nach vorn bringen können.

Health Relations: Wie konnte sich Orthomol durchsetzen?

Glagau: Mein Vater und Dr. Hans Dietl (der Chemiker ist Mitbegründer des Unternehmens, Anm. d. Red.) waren 1991 überzeugt von der orthomolekularen Idee und haben mit ihrem Gründergeist und ihrer Weitsicht den Grundstein für unseren Erfolg heute gelegt. Wir dürfen auch von Anfang an auf Ärzte und Apotheker als überzeugte Empfehler zählen – dass sie unsere Überzeugung für die orthomolekulare Medizin teilen, ist essentiell für unseren Erfolg und macht mich sehr stolz. Heute gilt es aber auch, dem Verwender Orthomol und unser Sortiment näher zu bringen. Auch Mega-Trends wie die Selbstoptimierung oder der demographische Wandel, die die Gesellschaft bestimmen, sind für uns sehr relevant.

Health Relations: Wie Sie sagten, ist Ihr Vater ein Gründer von Orthomol. Was unterscheidet seine Gründung des Unternehmens von heutigen Firmenneugründungen?

Glagau: Heutzutage sind andere Faktoren relevant. Themen wie Digitalisierung standen bei der Orthomol-Gründung noch nicht im Raum. Sie beschleunigt viele Prozesse und Entwicklungen, außerdem sind dadurch andere Kompetenzen gefordert. Daneben glaube ich aber auch, dass früher wie heute die Idee das Wichtigste ist – und ein gutes Konzept, um diese langfristig zum Erfolg zu führen.

Health Relations: Hat Ihnen Ihr Vater eine Firmenphilosophie mitgegeben?

Glagau: Ja, von Beginn an: die besondere Orthomol-Kultur. Wir sind überzeugt von der orthomolekularen Medizin – das verbindet uns bei Orthomol. Daneben pflegen wir eine familiäre Führungs- und Unternehmenskultur. Und wir versuchen, unseren Mitarbeitern z.B. mit Sportangeboten, frischem Obst und einem monatlichen Frühstück besondere Anreize zu bieten.


Orthomol GmbH entwickelt seit mehr als 20 Jahren erfolgreich Nahrungsergänzungsmittel. Gegründet wurde das Unternehmen 1991 von Dr. Kristian Glagau, Pharma-Marketing-Experte, und seinem Partner Dr. Hans Dietl, Chemiker. Heute ist das Familienunternehmen in die Hände der zweiten Generation übergegangen.

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