Dentalindustrie reagiert auf den Generationswechsel in der Zahnmedizin

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Die Zahnmedizin befindet sich mitten in einem Generationenwechsel. Wie lässt sich der neue zahnmedizinische Nachwuchs am besten ansprechen?

Die während des Babybooms nach dem 2. Weltkrieg geborenen Zahnärzte stehen kurz vor dem Ruhestand. Mehr als 1800 heute noch zahnärztlich tätigen Zahnärzte werden in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand gehen. In zehn Jahren folgen 2300 weitere „Babyboomer“, die den Bohrer endgültig weglegen.

Für viele Unternehmen der Dentalindustrie ist daher der zahnmedizinische Nachwuchs enorm wichtig und die Antwort auf die Frage „Wie erreichte ich die jungen Zahnärzte am besten?“ ganz klar „durch Unterstützung bei der Praxisgründung“. Egal ob Implantathersteller oder Praxisausstatter, es gehört mittlerweile schon fast zum guten Ton, eigene Fortbildungsveranstaltungen anzubieten, die Absolventen der Zahnmedizin beim Übergang in die Arbeitswelt unterstützen.

Ein typisches Beispiel sind die CAMLOG Start-up-Days, die der baden-württembergische Implantathersteller veranstaltet. Nach dem Studium stellen junge Zahnmediziner die Weichen für ihre berufliche Zukunft: Eine eigene Praxis gründen oder doch zunächst in die Anstellung gehen? Welcher Tätigkeitsschwerpunkt passt zu mir, welche Fortbildungen sollte ich absolvieren? Welche Praxiskonzepte und Differenzierungsmöglichkeiten gibt es?

All diese Fragen beantworten bei den Start-up-Days junge Zahnmediziner, die zum Beispiel eine Praxisgründung bereits erfolgreich gemeistert haben, indem sie von ihren persönlichen Erfahrungen auf dem Weg zu ihrer heutigen zahnärztlichen Tätigkeit berichten.

Umfangreiche Dienstleitungen unter einer Marke

Auch das Unternehmen Henry Schein, das mit seinem Studentenshops an deutschen Universitäten schon lange den direkten Kontakt zum zahnmedizinischen Nachwuchs pflegt, setzt auf Fortbildung und Starthilfe.

Unter der Marke dent.talents. hat das Unternehmen alle Dienstleitungen für Studenten und junge Zahnmediziner sowie Zahntechniker gebündelt. Dazu gehören konkrete Hilfe wie die Vermittlung von Objekten für die Praxisgründung ebenso wie Marketingkonzepte oder Business-Start-up-Veranstaltungen.

Auf der Website von dent.talents. erzählen junge Zahnmediziner, wie sie ihre erste eigene Praxis gegründet haben. Für diejenigen, die nicht gleich in die Selbständigkeit starten wollen gibt es eine Stellenbörse. Und ein Blog informiert über Events und News aus der Dentalbranche.

Unterstützung und Vergünstigungen im Nachwuchs-Programm

Der Implantatanbieter Straumann bietet ebenfalls jungen Zahnmedizinern Unterstützung beim Start ins Berufsleben. Dafür hat das Unternehmen ein Young Professional Program geschaffen, für das sich Absolventen und junge Ärzte registrieren können,  um dann auf das Leistungsangebot zuzugreifen.

Als Mitglied im Programm erhalten die Young Professionals dann zum Beispiel 50% Rabatt auf Fortbildungsveranstaltungen, kostenlose Planungsunterlegen zur Praxisgründung, eine Standortanalyse oder eine vergünstigte Mitgliedschaft beim International Team for Implantology (ITI).

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