Personal Branding: Die Marke bin ICH!

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Das Potenzial von
Das Potenzial von "Personal Branding"

Um sich in Zeiten zunehmender Überangebote und allgegenwärtiger Bewertbarkeit klar und differenziert zu positionieren, bedarf es geeigneter und oftmals neu überdachter Maßnahmen. Über das Potenzial von „Personal Branding“ spricht Torsten Schulte-Tigges.

Der Begriff „Marke“, im englischen Brand, kommt von „Branding“. „Branding“ kommt ursprünglich aus den USA, genauer von den großen Rinderfarmen, auf denen die Züchter auf diese Art ihr Vieh markierten. So stellten sie sicher, dass die Tiere, welche augenscheinlich betrachtet meist gleich aussahen, eine klare Zuordnung erhielten.

Einzigartig, das möchte doch irgendwie jeder sein. Deshalb finden wir es auch überhaupt nicht gut, wenn uns jemand schlichtweg verwechselt, oder gar von einem Double spricht. Nein, das widerstrebt uns, wir wollen unverwechselbar sein.

Sprechen wir heute von bestimmten Markenprodukten, ordnen wir damit für uns den Markt. Täglich, stündlich, sogar sekündlich passiert das während unserer Kaufentscheidungs-Prozesse. Wenn wir in einem zunehmenden Überangebot sich ähnelnder Waren oder Dienstleistungen nach etwas Bekanntem Ausschau halten, dann ist es auch unser starkes Bedürfnis nach Sicherheit. Wir bemühen uns um Orientierung und suchen nach einem „Leuchtturm“, einer Landmarke, die uns beim Navigieren hilft, uns die Kaufentscheidung erleichtert.

Werden unsere Entscheidungen rational getroffen?

Anschließend befragt, warum wir uns gerade für dieses bestimmte Produkt entschieden haben, wollen wir dem Interessenten sofort weismachen, dass wir uns rein abwägend zwischen diesem oder jenen Vorteil und unter Zuhilfenahme diverser Fakten dazu entschieden haben. Aber werden unsere Entscheidungen tatsächlich rational getroffen? Klar ist, dass Emotionen der kürzeste Weg ins Gehirn sind und dort am schnellsten verarbeitet werden. Das belegt auch der aktuelle Stand der mittlerweile sehr intensiv betriebenen Hirnforschung. Die eindeutige Erkenntnis lautet dort: 95 Prozent aller Entscheidungen werden unterbewusst und rein emotional – und nicht etwa rational – vorentschieden.

Wenn das so ist, kann natürlich auch eine auffällige Persönlichkeit unsere Phantasie anregen. Löst diese damit die richtigen emotionalen Erlebnisse aus, hat sie uns als Kunden meist schon gewonnen.

Womit wir beim Titel-Thema angelangt wären: Um sich also in Zeiten allgegenwärtiger, totaler Bewertbarkeit – beispielsweise in Vergleichs- und omnipräsenten Social-Media-Portalen – unvergleichlich zu positionieren, braucht es geeignete und neu überdachte Maßnahmen. Eine höchst attraktive davon ist, sich einmal eingehend mit dem Thema Personal-Branding, sprich: „Wie werde ich selbst zur Marke?“ zu beschäftigen. Positive Argumente dafür gibt es genug!

Was macht meine Marke einzigartig?

Bedenkt man, dass die reine Produkt-Qualität, bereitgestellt durch moderne Industrie 4.0-Herstellung, als auch von einem immer mehr industrialisierten Handwerk als selbstverständlich gilt, ist für unentschlossene Kunden gerade dieses beliebte Argument heute kein Unterscheidungsmerkmal mehr. Deshalb richtet sich der Fokus im Bewertungsprozess, mehr als je zuvor, auf die Einzigartigkeit und die Werte einer bestimmten Persönlichkeit – des Menschen, dem wir eine besondere Leistungserbringung zutrauen.Deshalb richtet sich der Fokus im Bewertungsprozess, mehr als je zuvor, auf die Einzigartigkeit und die Werte einer bestimmten Persönlichkeit – des Menschen, dem wir eine besondere Leistungserbringung zutrauen.

Betrachtet man zudem die heutigen Möglichkeiten, eine breite Öffentlichkeit oder zielgerichtet einen spezifizierten Wunschkundenmarkt zu erreichen, fällt sofort auf: Nie war es einfacher, dass eine einzelne Person mehr Erfolg durch den konsequenten Einsatz crossmedialer Medien generiert, als die Mehrzahl der Unternehmen im gesamten Mittelstand. Auch mit verhältnismäßig kleinem Budget lässt sich hier langfristig eine große Sichtbarkeit erzeugen.

Das Thema „Personal Branding“ wird also zukünftig noch bedeutender. Dabei zeigt es gerade auch für Freiberufler enorme Entwicklungsmöglichkeiten auf. Wer also selbst zur „Marke“ wird, bietet nicht nur für „Suchende“ eine wichtige Orientierung, sondern nutzt auch eine Chance, die noch nicht viele realisiert haben.

Beitragsbild: © fotolia.com/hurca.com
Autorenbild: © Privat

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