So informiert Bristol Myers Squibb mit Soundstories Betroffene über MS

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Carolin Schambach Associate Director | Corporate Affairs; Bristol Myers Squibb, © privat
Das Pharmaunternehmen Bristol Myers Squibb hat das Musikprojekt „_remixed by MS“ initiiert. Dafür übersetzt die Berliner Künstlerin VALENTIN die Lebensgeschichten MS-Betroffener und ihren selbstbestimmten Umgang mit der Erkrankung in individuelle Soundstories.

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Wie kann man Patient:innen gleichzeitig emotional ansprechen und auf kreative Art und Weise mitnehmen? Bristol Myers Squibb zeigt mit einem Projekt für Menschen, die an Multiple Sklerose (MS) erkrankt sind, wie es geht. Die Avantgarde-Techno-Pop-Künstlerin VALENTIN ist selbst betroffen – und damit die ideale Besetzung für die Umsetzung der Lebensgeschichten der drei Influencer Lisa, Julia und Patrick. Herausgekommen sind Songs mit Hochs und Tiefs, einer kraftvollen Message und einem starken Beat. Ziel des Projekts war für Bristol Myers Squibb, Menschen mit MS zu ermutigen, ihr Leben möglichst selbständig und aktiv zu gestalten, Ziele und Träume selbstbestimmt zu verfolgen.

Audio kommt an

Bereits Anfang 2022 hat das Unternehmen mit Podcasts gearbeitet: In kurzen Episoden haben die MS-Betroffenen und Influencer Lisa, Julia und Patrick in dem Audiotagebuch „My Story“ ihre persönlichen Einblicke in ihr Leben mit der Erkrankung – von der Diagnose bis hin zur Gestaltung ihres Alltags geteilt. Die Reihe kam gut an. „Audioformate sind eingängig und können auf viel emotionalere Art und Weise Geschichten transportieren. Gleichzeitig sind sie leicht im Alltag konsumierbar und können so Menschen einfacher erreichen“, fasst Carolin Schambach, Associate Director Corporate Affairs bei Bristol Myers Squibb zusammen.

Daher war der Weg bis zu den eigens produzierten Songs nicht weit. „Musik ist die konsequente Weiterführung der Audiotagebücher und doch ganz neu: Die Künstlerin VALENTIN, die selbst mit MS lebt, hat durch das Medium Musik die individuellen Lebensgeschichten der drei Protagonisten in persönlichen, einfühlsamen Soundstories mit eingehenden Beats erlebbar gemacht“, so Carolin Schambach.

 

Das Projekt erntet viel Lob, berichtet die Bristol Myers Squibb-Vertreterin. VALENTIN, die selbst Influencerin ist, alle drei Protagonisten und Bristol Myers Squibb selbst erhielten zahlreiche positive Reaktionen, und zwar von Menschen mit MS sowie von Nicht-Betroffenen. Dabei lebt das Projekt von der Authentizität der Protagonisten. „Die Kommentare in den sozialen Medien zeigen, dass das berührt und ankommt“, findet Carolin Schambach. Sie berichtet, dass viele Kommentare die Art der Vermittlung des Themas, als herausragend und besonders loben.

Positive Reaktionen von Ärzt:innen

Auch bei Ärzt:innen blieb die Aktion nicht unbemerkt. „Wir haben Feedback in individuellen Gesprächen erhalten, teilweise auch als Reaktion in den sozialen Medien. Die Botschaften in unsere Richtung waren unter anderem, dass diese Art des Dialogs heraussticht und in ihren Augen eine echte Awareness schaffende Ansprache sei“, erzählt Carolin Schambach.

Mit dem Projekt „remixed by MS“ wendet sich Bristol Myers Squibb an Patient:innen und Angehörige. Carolin Schambach erklärt, dass bei der Wahl der Kanäle von Anfang an ausschlaggebend war, dass die Formate die meist jungen Gruppe der Betroffenen ansprechen und gut über deren präferierten Kanäle, meist soziale Medien, geteilt werden können und leicht auffindbar sind.

Die Soundstories sind auf dem MS-Patientenportal ms-initiative-ich.de und über die Streaming-Plattform Spotify abrufbar. Content auf Social-Media-Kanälen wie Instagram und YouTube zeigen die Entwicklung des Projekts in beispielsweise Making-of-Videos oder einer Fotostrecke, die das Kennenlernen, die Gespräche zu den individuellen Storys und den kreativen Schaffensprozess der Songs dokumentieren. Auch die Influencer Lisa, Julia und Patrick sowie VALENTIN teilen auf ihren Social-Media-Kanälen mit Feed-Posts und Storys ihre persönliche Perspektive.

„Die Orchestrierung der Inhalte bedarf einer guten Dramaturgie und Planung – zeitlich wie inhaltlich gesehen“, gibt Carolin Schambach zu Bedenken. Doch sie betont: „Gelebt wird die Kampagne aber insbesondere durch etwas anderes: Das unglaubliche Engagement, die Motivation und Überzeugung, die in jedem Post, jeder Story der vier Protagonisten zu ‚_remixed by MS‘ zu spüren ist.“

Fazit: Gelungene Patientenansprache durch Authentizität

Die Aktion zeigt, wie Pharmaunternehmen mit einer emotionalen und kreativen Patientenansprache erfolgreich sein können. Darüber hinaus ist es ein gutes Beispiel für eine effektive Zusammenarbeit mit Influencern, die statt reiner Werbeslogans authentische Botschaften vermitteln. Für Pharmafirmen bietet sich so die Gelegenheit, ihre Patientenansprache nah, bedürfnisorientiert und nicht absendergetrieben zu kommunizieren, sondern adäquate Unterstützung zu bieten. Gleichzeitig können die Firmen im Dialog mit den Organisationen und Vertretern der Patientenselbsthilfe – dazu zählen im weitesten Sinne auch Influencer – besser erfahren, wo echter Bedarf in der Begleitung und im Umgang mit den jeweiligen Erkrankungen besteht und wie sie als pharmazeutische Unternehmen einen Beitrag leisten können.

Freie Journalistin im Medizin- und Gesundheitsjournalismus. Für Health Relations berichtet sie über digitale Entwicklungen, Marketing und die neuesten Trends in der Pharmabranche.

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