Gehaltsstudie: So viel verdienen Healthcare Professionals

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Stepstone hat herausgefunden: Mediziner sind die Topverdiener unter den Führungskräften in Deutschland, und Fachkräfte in großen Institutionen erhalten bis zu 20 Prozent mehr Gehalt. Aber innerhalb der Healthcare-Branche gibt es auch Unterschiede.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung. Das kommt auch bei den Arbeitnehmern an, die sich über mehr Gehalt freuen können. Die Online-Jobbörse Stepstone hat untersucht, wie viel Deutschlands Fach- und Führungskräfte verdienen. Dazu wertete das Unternehmen die Gehaltsdaten von rund 60.000 Fach- und Führungskräfte aus, die an einer Online-Befragung teilgenommen haben. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter mit allen variablen Bezügen (Boni, Prämien, Weihnachtsgehalt usw.).

Das Gehalt in der Healthcare-Branche
Dr. Florian Krüger, Director Corporate Communications bei StepStone.de

Ein Ergebnis der Studie: Mediziner sind die Topverdiener unter den Fach- und Führungskräften in Deutschland. Auf Platz zwei und drei folgen Juristen und Ingenieure. „In allen drei Berufsgruppen sind vor allem zwei Faktoren für die hohen Gehälter ausschlaggebend. Sie setzen zum einen eine hohe Formalqualifikation voraus, die nur ein verhältnismäßig kleiner Anteil der Fachkräfte in Deutschland aufweist. Zum anderen ist die Nachfrage nach diesen Berufsgruppen am Arbeitsmarkt sehr hoch“, sagt Dr. Florian Krüger, Director Corporate Communications bei StepStone.de.

Pharma auf Platz 2 der höchsten Durchschnittsgehälter

Die Pharmaindustrie liegt laut StepStone Gehaltsreport 2017 auf Rang zwei der Branchen mit den höchsten Durchschnittsgehältern. Im Durchschnitt sind es 67.675 Euro. Noch höhere Gehälter erhalten Fachkräfte nur in der Chemie- und erdölverarbeitenden Industrie. Platz drei sichert sich die Luft- und Raumfahrtindustrie. Doch auch die Medizintechnik steht mit dem achten Platz und durchschnittlich 65.292 Euro Verdienst gut da.

„Schon in den vergangenen Jahren erzielte die Pharmaindustrie Spitzenplatzierungen im Branchen-Ranking des Gehaltsreports. Diese Entwicklung wird voraussichtlich auch künftig anhalten. Da die Nachfrage in Medizinberufen weiterhin steigt, werden Branchen wie Pharma, Medizin und Medizin-IT weiterhin hohe oder sogar noch steigende Gehälter zahlen„, sagt Krüger und fährt fort: „In den vergangenen fünf Jahren verzeichneten Ärzte und Pflegefachkräfte ein Nachfrageplus von 71 ProzentIn den vergangenen fünf Jahren verzeichneten Ärzte und Pflegefachkräfte ein Nachfrageplus von 71 Prozent. Bei IT-Fachkräften verläuft der Nachfragetrend ähnlich intensiv. Gerade im Bereich Medizin-IT spricht daher vieles für eine positive Gehaltsentwicklung.“ Als Arbeitgeber sollten Sie sich darauf einstellen: Wenn Sie hochqualifizierte Mitarbeiter gewinnen wollen, sollten Sie bereit sein, entsprechend hohe Löhne anzubieten.

20 Prozent mehr Gehalt in großen Institutionen

Bei der Gehaltsberechnung ihrer Mitarbeiter sollten Sie neben Faktoren wie der Qualifizierung oder der Berufserfahrung auch die Größe ihrer Einrichtung berücksichtigen. Denn laut der StepStone-Studie erhalten Fachkräfte in Pflege und Therapie in großen Institutionen bis zu 20 Prozent mehr Gehalt als im Durchschnitt. Ärzte können in Kliniken bis zu 7 Prozent mehr verdienen als ihre Kollegen in anderen Einrichtungen. Und auch in Bezug auf die Spezialisierung der ärztlichen Berufsgruppen gibt es Unterschiede: So erhalten Chirurgen mit durchschnittlich 103.000 Euro den meisten Lohn, gefolgt von den Arbeitsmedizinern und Anästhesisten, die im Durchschnitt 95.250 Euro und 92.063 Euro erhalten. Schlusslicht bilden die Allgemeinmediziner mit 65.944 Euro.

Dass Ärzte zu den deutschen Top-Verdienern gehören, bestätigt auch das Statistische Bundesamt. Die Behörde veröffentlichte kürzlich die Broschüre „Verdienste auf einen Blick“. Darin kam sie zu dem Schluss, dass Human- und Zahnmediziner mit einem Stunden-Bruttolohn 41,21 Euro rechnen können. Noch besser verdienen nach Angaben des Statistischen Bundesamt nur noch Piloten mit von 61,02 Euro.

Titelbild: © fotolia.com/ Marco Scisetti

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