Gehaltsreport 2018: Ärzte bleiben Spitzenverdiener

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Alle Jahre wieder… untersucht das Jobportal Stepstone die Gehälter in Deutschland. Ein Ergebnis: Deutsche Fach- und Führungskräfte verdienen durchschnittlich 58.150 Euro brutto im Jahr. Ärzte liegen mit 84.230 Euro Verdienst deutlich über diesem Durchschnitt.

Sie bilden damit die Spitzengruppe der Gutverdiener und konnten ihren Verdienst sogar im Vergleich zum Vorjahr (Gehaltsreport 2017: 82.744 Euro) noch steigern. Sie werden gefolgt von Banking-Spezialisten (70.890 Euro), Ingenieuren (66.960 Euro) und IT-Spezialisten (64.840 Euro).

Gehaltsreport Top-Verdiener

 Personalverantwortung zahlt sich aus

Die Online-Jobplattform Stepstone hatte für ihre Untersuchung 50.000 Fach- und Führungskräfte befragt. Dabei ergab sich, dass sich Personalverantwortung beim Gehalt bemerkbar macht: Solche Arbeitnehmer verdienen im Schnitt 66.650 Euro, im Gegensatz zu Fachkräften ohne Personalverantwortung, die 53.260 Euro jährlich erhalten. Auch empfiehlt es sich, zu studieren, wenn man in einer höheren Gehaltsklasse mitspielen will. Fachleute mit akademischem Abschluss erhalten deutlich mehr Geld (64.970 Euro) als Angestellte ohne ein abgeschlossenes Studium (50.100 Euro).

Natürlich macht sich auch die Studienrichtung beim Verdienst bemerkbar. Wer Medizin oder Zahnmedizin (79.700 Euro) studiert, kann sich auf ein hohes Gehalt freuen. An zweiter Stelle liegen hier die Rechtswissenschaften (72.990 Euro), gefolgt vom Wirtschaftsingenieurwesen (70.231Euro).Gehaltsreport Bundesländer

Betrachtet man die Gehälter in Bezug auf die unterschiedlichen Branchen, so bleibt die Pharmabranche – wie auch im Vorjahr – an der Spitzenposition. Durchschnittlich 69.377 Euro werden hier gezahlt. Dabei ist die Pharmaindustrie in Bezug auf die Verdienstmöglichkeiten für verschiedene Berufe interessant. So können beispielsweise Ingenieure hier durchschnittlich 75.413 Euro im Jahr verdienen, Vertriebsmitarbeiter 70.899 Euro und Marketingspezialisten 69.864 Euro (noch besser verdient diese Berufsgruppe allerdings in der Medizintechnik mit 71.944 Euro). 75.808 Euro erhalten ITler im Durchschnitt in der Pharmaindustrie als Jahresgehalt, mehr können sie nur in der Luft- und Raumfahrttechnik verdienen (78.722 Euro).

Erhebliche Unterschiede in der Pflege

Berufe in der Pflege und Therapie wurden von den Studienmachern ebenfalls hinsichtlich der Verdienstmöglichkeiten untersucht. Heraus kam, dass diese ein Bruttodurchschnittsgehalt von 38.510 Euro im Jahr bekommen, wobei es zum Teil erhebliche Unterschiede innerhalb der Unterberufsgruppen gibt. Ganz vorne liegen Fachkräfte in der Anästhesie und Intensivpflege, die im Schnitt 42.387 Euro verdienen. Dahinter folgen Arbeitnehmer in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (39.212 Euro). Platz drei belegen die Altenpflege und Betreuungsberufe mit 37.640 Euro. Das niedrigste Durchschnittsgehalt erhält das Praxispersonal (29.914 Euro).

Immer noch auffällig: In allen Berufsgruppen werden Frauen deutlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen (Ingenieure 11.601 Euro, Marketing 11.784 Euro, Vertrieb 15.254 Euro, IT 10.194 Euro, Berufe im Bereich Pflege und Therapie 6.678 Euro). Der Gender Pay Gap ist also noch längst nicht überwunden.

Titelbild: © michalzak / Fotolia
Grafiken: © Stepstone

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