Studie: Die europäische Pharmaindustrie in 2022

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Der Pharmaindustrie in Europa geht es gut. Und es wird noch besser: Diese Studie sagt bis 2022 eine jährliche Wachstumsrate von 3,2 % voraus – mit Bayers Xarelto® an der Spitze

Auf Basis ihres eigenen European Drug Forecasts hat die britische Agentur Evaluate jetzt die Studie „Pharmaceutical Innovation in Europe“ vorgelegt, und die bringt gute Nachrichten: Im Zeitraum von 2015 bis 2022 soll die europäische Pharmaindustrie eine jährliche Wachstumsrate von 3,2 % hinlegen. Für diese Vorhersage führt Evaluate zwei Gründe an:

  1. Eine Reihe von potentiellen Durchbrüchen auf verschiedenen Gebieten, etwa der Onkologie: Der Erfolg der sogenannten Checkpoint-Inhibitoren könnte dazu führen, dass sich klinische Leitlinien grundlegend ändern. Weitere Innovationen bei der medikamentösen Behandlung werden für MS, Herzinsuffizienz oder Gelenkrheumatismus erwartet.
  2. Eine bessere Zusammenarbeit der Pharmaindustrie mit den europäischen Aufsichtsbehörden. Der Start verschiedener Initiativen wie etwa PRIME (um Arzneimittel in der EU schneller auf den Markt zu bringen) können dazu führen, dass sich Hersteller und Regulatoren auf Standards einigen, die den Prozess beschleunigen.

Anhand der nachstehenden Grafik kann man den Effekt schon erahnen: Die Zulassungen und deren Verkaufserlöse nehmen bereits zu.

Die Verkaufsschlager der Pharmaindustrie in 2022

Aus 300 Produkten, die schon auf dem Markt sind, und über 500 Medikamenten, die noch vor ihrer Zulassung stehen, hat Evaluate die möglichen europäischen Bestseller für 2022 ermittelt: Der TNF-Blocker Humira® von AbbVie wird wohl die Krone an den Gerinnungshemmer Xarelto® von Bayer abgeben. Schon 2009 erhielt ein Bayer-Forschungsteam den Deutschen Zukunftspreis für den Anti-Thrombose-Wirkstoff Rivaroxaba in Xarelto®.

Mit fünf Produkten in den Top 10 werden die Krebsmedikamente die Verkäufe weiter beherrschen, von denen vier aus neueren Entwicklungen stammen, während Herceptin® wahrscheinlich Boden verlieren wird, sobald die Biosimilars auf den Markt kommen. Ein ähnliches Problem werden die Mukolytika Spiriva® und Seretide™/Advair® wohl mit den Generika bekommen.


Wie sehen Sie die Zukunft der europäischen Pharmaindustrie? Werden die Vorhersagen von Evaluate eintreffen? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Titelbild: © Bayer AG

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