OTC-Produkte: Vor dem Kauf kommt die Recherche

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Einer Google-Studie zufolge informieren sich Konsumenten immer stärker über OTC-Medikamente – vor dem Gang in die Apotheke. Was das für Ihre Marketingstrategie bedeutet.

Im Januar 2016 hat Google zusammen mit Ipsos Reid bei kanadischen Verbrauchern untersucht, welche Schritte vor dem Kauf eines OTC-Medikaments unternommen werden. Wie zu erwarten, benutzt ein Drittel sein Smartphone, um sich zu informieren. Neu ist allerdings, dass diese Art der persönlichen Recherche der Konsultation eines Arztes oder Apothekers bald den Rang abläuft: Nur noch 55 % greifen auf „traditionelle Ressourcen“ zurück, 52 % nutzen digitale Quellen.

Nur noch 55 % der OTC-Konsumenten greifen auf „traditionelle Ressourcen“ zurück, 52 % nutzen digitale Quellen.

 

 

Auch bei deutschen Konsumenten lässt sich dieser Trend beobachten: Eine PWC-Studie fand heraus, dass sich 46 % vorher informieren und die Beratung in der Apotheke nutzen, weitere 22 % vertrauen ganz ihrer Vorab-Recherche. Mehr Informationen zu dieser Studie finden Sie hier.

Für die digitale Recherche verwenden die von Google befragten Konsumenten in der Hauptsache Suchmaschinen; Portale wie WebMD, Healthline oder Everyday Health sind ebenfalls auf dem Vormarsch. Davor rangieren aber als Informationsquellen: die Produktseiten und -Apps der Hersteller.

Ihre Marke muss digital präsent sein

Wie Google schon im Vorjahr herausfand, betreten zwei Drittel der OTC-Kunden die Apotheke mit einer bestimmten Marke im Hinterkopf. Zusammen mit den neuen Erkenntnissen bedeutet das für Sie: Ihr Produkt muss im Internet präsent sein – und gefunden werden.

Dazu brauchen Sie nicht nur eine Webseite oder Facebook-Page, sondern auch eine SEO-Strategie. Gehen Sie davon aus, dass der Konsument nicht unbedingt Ihren Markennamen, sondern seine Symptome googelt. Einer Studie von Inside Health zufolge (hier als .pdf) sind die rezeptfreien Top-Produkte Erkältungsmittel und Analgetika. Es wäre in diesem Fall also ratsam, Keywords wie „Schnupfen“ oder „Gelenkschmerzen“ zu verwenden.

Tauschen Sie sich mit dem Konsumenten aus

Natürlich ist die Wirksamkeit Ihres Produkts ausschlaggebend für Ihren Erfolg. Sie können aber noch mehr Vertrauen schaffen, wenn Ihre Marke nicht nur präsent ist, sondern auch mit dem Konsumenten agiert. Investieren Sie in ein Social-Media-Team, das Ihre Facebook-Seite betreut und alle weiteren Kanäle im Auge behält: Neben Twitter oder Instagram sind das in Deutschland auch Communities wie NetDoktor oder Onmeda.

Der Tag nach der Poolparty… #Muskelkater #müde #schnupfen 😩😅

Ein von MaryLou (@loumallory96) gepostetes Foto am

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Bonus: Der direkte Austausch mit dem potentiellen Kunden führt nicht nur zu einem größeren Vertrauen in Ihre Marke, sondern sorgt im Bestfall auch für mehr Follower und Posts, was wiederum Ihr Suchranking verbessern kann.

Mobile first

Eine Erkenntnis aus der Google-Studie ist nicht zuletzt, dass immer mehr Konsumenten ihr Smartphone verwenden, um OTC-Produkte zu recherchieren. Das bedeutet für Sie, dass Ihre Präsenz im Web „responsiv“ sein muss: Ihre Seite muss bildschirmunabhängig gut aussehen. Probieren Sie es einfach mal aus und verkleinern Sie das Browserfenster, wenn Sie auf Ihrer Webseite sind. Auf einer responsiven Seite verschieben sich die Content-Elemente übereinander, um dem schmaleren Display Rechnung zu tragen.

P.S.: Die Google-Studie verweist – wenig überraschend – auch auf die wachsende Bedeutung von Video-Content im Marketingmix. Falls Sie dazu ein gutes Beispiel kennen, freuen wir uns auf Ihren Kommentar!

Ist seit 15 Jahren in den Digitalen Medien zuhause und berichtet für Health Relations über Marketing- und Recruiting-Trends.

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