YOUNG COMPRIX will unverbrauchte Köpfe, die mutig drauflosdenken

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Julia Barner, Beirats- und Jurymitglied beim COMPRIX und Client Service Director bei der Agentur Schmittgall Health: „Beim YOUNG COMPRIX gibt es kein Briefing mit Vorgaben, keine rechtlichen Einschränkungen, sondern einfach nur Kreativität. Das hat sich auch bei den Einreichungen widergespiegelt und das macht den Nachwuchswettbewerb so wunderbar spannend.“ © Schmittgall Health
Julia Barner, Beirats- und Jurymitglied beim COMPRIX und Client Service Director bei der Agentur Schmittgall Health: „Beim YOUNG COMPRIX gibt es kein Briefing mit Vorgaben, keine rechtlichen Einschränkungen, sondern einfach nur Kreativität. Das hat sich auch bei den Einreichungen widergespiegelt und das macht den Nachwuchswettbewerb so wunderbar spannend.“ © Schmittgall Health

Im vergangenen Jahr feierte der YOUNG COMPRIX seine Premiere. Mit dem Nachwuchs-Wettbewerb wollen die Veranstalter freie Kreativität fördern und zeigen, dass Healthcare-Kommunikation spannend und sexy ist, verrät COMPRIX-Beiratsmitglied Julia Barner. In 2020 ist das gelungen: Die Einreichungen waren breit gefächert.

„Are you sick enough for healthy ideas“ – unter diesem Motto ging der YOUNG COMPRIX in 2020 an den Start. Junge Kreative sind bei dem neuen Nachwuchswettbewerb gefragt. Ganz gleich, ob Auszubildende, Studierende oder Berufsanfänger – jeder kann mit einer eigens kreierten Kommunikationsarbeit aus dem Bereich Healthcare punkten. Aufgrund des großen Erfolgs geht der YOUNG COMPRIX in diesem Jahr nun in die zweite Runde.

Einsendungsfrist für die Arbeiten ist der 27. Mai 2021. Dann berät eine Jury über die Finalisten und Gewinner. Dabei spielen Kriterien wie Originalität, Aufmerksamkeitswert oder die Umsetzung einer klaren Positionierung eine Rolle. Wer gewinnt, erfahren Teilnehmende kurz vor der Preisverleihung am 10. September 2021 in Berlin. Denn die Sieger bekommen das COMPRIX-Abendevent inklusive Übernachtung spendiert, falls dies Corona-bedingt möglich ist.

Julia Barner, Beirats- und Jurymitglied beim COMPRIX und Client Service Director bei der Agentur Schmittgall Health, hat die Idee des YOUNG COMPRIX mit ins Leben gerufen. Mit dem jungen Kreativwettbewerb will der COMPRIX lähmende Denkschablonen aufbrechen, sagt die 30-Jährige.

Health Relations: Mit dem YOUNG COMPRIX sprechen Sie Studierende, Auszubildende und Berufsanfänger im ersten und zweiten Jahr an. Müssen die Teilnehmenden im Bereich Healthcare tätig sein?

Julia Barner: Ein klares Nein. Wir wollen eben nicht, dass nur die Agenturen und Unternehmen, die bereits in der Healthcare-Branche verwurzelt sind, ihre jungen Kreativen einreichen lassen. Diese Struktur der Agentur-Unternehmens-Beziehung möchten wir bewusst aufbrechen. Beim YOUNG COMPRIX stehen die Ideen von jungen, unbefangenen Köpfen im Fokus. Es geht um Projekte, die die rund 18- bis 26-Jährigen im Rahmen ihres Studiums oder Ausbildung machen, komplett frei von irgendwelchen Vorgaben.

Health Relations: Aus welchen Studienrichtungen und Berufszweigen kommen die Teilnehmenden?

Julia Barner: Das ist sehr mannigfaltig und reicht von Studiengängen im Bereich Medien über Design bis hin zu Filmakademien. Hinzu kommen Auszubildende aus den Bereichen Grafik, Konzept oder Text. Wir haben auch Hochschulen gescreent und angeschrieben, die gezielt in diese Richtung gehen, um möglichst viele Studierende zu animieren, mitzumachen.

Health Relations: Welches Ziel steckt dahinter?

Julia Barner: Wir wollen Awareness für den Healthcare-Sektor schaffen und aufzeigen, wie spannend und supersexy Healthcare-Kommunikation ist. Mit dem YOUNG COMPRIX sollen junge Kreative schon früh Spaß daran bekommen, etwas mit Healthcare zu machen und sich nicht nur in gängigen Bereichen – wie zum Beispiel der Modebranche – austoben.

Health Relations: Viele junge Talente trauen sich ggf. nicht, ihre Idee einzureichen. Als kreativen Ansporn vielleicht ein paar Beispiele aus 2020: Was für Kommunikationsideen gab es im Start-Jahr?

Julia Barner: Es gibt keinen Grund, sich nicht zu trauen. Kreativität kennt keine Grenzen. Wir freuen uns über alle Einreichungen und Ideen. Im vergangenen Jahr war beispielsweise ein klassisches Werbeplakat für ein Sonnencreme-Produkt dabei. Die provokante Anspielung „Bevor Max stramm wird“ sollte Eltern klarmachen, dass Sonnencreme für Kinder superwichtig ist, bevor sie wie ein Spiegelei in der Sonne gebraten werden. Ein anderes Projekt besann sich auf die starke Idee, den Gesundheitssektor mit den Krankenkassen digital zu revolutionieren. Die Range ist wirklich groß und facettenreich, so wie das Thema Healthcare auch.

Health Relations: Wie unterscheiden sich die Einreichungen der jungen Kreativen von denen der älteren Jahrgänge?

Julia Barner: Healthcare-Kommunikation hat immer viel mit Restriktionen zu tun, und davon können sich die jüngeren Generationen komplett frei machen. Unverbrauchte Köpfe denken einfach mal mutig „drauflos“. Das kann durchaus auch verrückter sein und in der Realität nicht umsetzbar. Es gibt beim YOUNG COMPRIX kein Briefing mit Vorgaben, keine rechtlichen Einschränkungen, sondern einfach nur Kreativität. Das hat sich auch bei den Einreichungen widergespiegelt, und das macht den Nachwuchs-Wettbewerb so wunderbar spannend.

Health Relations: Der Nachwuchs macht die Trends von morgen. Welche werden das Ihrer Ansicht nach sein? Was sind gefragte Projekte bei den Nachwuchskräften?

Julia Barner: Das vergangene Jahr hat gezeigt: Was da kommt, ist bunt gemixt. Die Einsendungen reichten von einem Brettspiel über digital vernetzte Kampagnen bis hin zu klassischen Werbeplakaten. Das heißt: Auch in diesem Jahr bleibt komplett offen, wohin die Reise geht. Wir freuen uns schon sehr auf neue Ideen. Einfach einreichen und keine Scheu!

Health Relations: Zum Schluss noch die Frage nach dem Wie: Wie funktioniert die Einreichung?

Julia Barner: Der Nachwuchs reicht seine Ideen wieder mit einem Case-Film ein. In diesem Jahr funktioniert das über das neue Einreichungs-Portal award.comprix.com, auf dem auch alle Informationen zur Einreichung bereitstehen. Inhaltliche Vorgaben für den Film gibt es nicht. Alle relevanten Informationen sollten aber drin sein. Beispielsweise: Wie kam es zu der Arbeit? Wer war alles beteiligt? Was ist die Idee? Wie wurde die Idee umgesetzt? Die Länge des Films sollte drei Minuten nicht überschreiten und muss dieses Jahr bis spätestens zum 27.05. eingereicht werden.


Der Preis für kreative Healthcare-Kommunikation wird ausgerichtet vom COMPRIX-Beirat, dem die Verlage Deutscher Ärzteverlag und Springer Medizin, das Unternehmen Berlin-Chemie sowie die Agenturen BRAND HEALTH, movendi, PEIX Healthcare Communication, PINK CARROTS Communications, Schmidt-Bieber Communication, Schmittgall HEALTH, Serviceplan Health & Life, Spirit Link und VMLY&Rx angehören.

Freie Journalistin aus Köln. Für Health Relations berichtet sie über Trends der Pharma- und Klinikbranche und über die Corporate News des Deutschen Ärzteverlages.

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