Jetzt als Video on Demand: Digitales Impfsymposium

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Moderatorin Dr. Vera Zylka-Menhorn (Medizinjournalistin, Deutsches Ärzteblatt) zeigt eine Fachinformation für Ärzte, die in Kürze veröffentlicht wird.

Auf welcher Wirkweise basieren die COVID-19-Vakzinekandidaten? Und wie sicher sind die Impfungen? Über diese und andere Fragen diskutierte eine digitale Expertenrunde. Der Einladung des Deutschen Ärzteverlags folgten u. a. Prof. Dr. Klaus Cichutek (Paul-Ehrlich-Institut) und Prof. Dr. Lothar Wieler (Robert Koch-Institut).

In Deutschland sind 35 Prozent der Menschen „definitiv“ zu einer Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus bereit, weitere 32 Prozent „wahrscheinlich“. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Das zeigt: Viele Menschen sind verunsichert, wünschen sich klare Entscheidungshilfen.

Ärztinnen und Ärzten kommt beim Für und Wider der persönlichen Impfentscheidung eine wichtige Rolle zu. Das betonten verschiedene Expertinnen und Experten beim gestrigen Online-Symposium  des Deutschen Ärzteverlags zum Thema „Impfen in Zeiten der COVID-19-Pandemie. Wie und was empfehle ich meinen Patienten?“.

Digitale Expertenrunde betont die Verantwortung der Ärzteschaft

„Wir können mit ein oder zwei einfachen Pieksen vor einer tödlichen Infektionskrankheit schützen“, appellierte Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, an das digitale Publikum. Es geht um die Impfungen gegen SARS-CoV-2. Dabei versicherte er: „Beim Zulassungsprozess für die Impfstoffe wurde nichts unterlassen, was üblich ist.“ Das umfasse auch Qualität, kontrollierte Herstellung und unabhängige Überprüfung der Chargen.

Gesundheitswissenschaftlerin Cornelia Betsch wies auf das hohe Informationsbedürfnis der Menschen hin, wenn es um das Vertrauen in die Sicherheit von Impfungen geht. Den Ärztinnen und Ärzten komme daher eine große Bedeutung zu. „Denn wahrscheinlich wird in Zukunft jede Behandlung, die sie haben, abgeschlossen werden mit der Frage: Ach, was sagen Sie eigentlich zur COVID-Impfung?“

Eine Lösung stellte Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor. Die Aufklärung könne auch digital stattfinden. „Beispielsweise mit Erklärvideos oder mit vorbereiteten Informationen, die man aushändigt.“ Die BZgA werde über soziale Medien, breitere Internetauftritte, Apps und anderes über die Impfung informieren. Eine Fachinformation für Ärzte wird in Kürze veröffentlicht.

An die Schlüsselposition der Ärzte appellierte auch Heidrun Gitter, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer (BÄK). Sie erwarte, dass diese auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse handelten und ihre Patienten entsprechend berieten. Viele Expertinnen und Experten stellten noch einmal die Wichtigkeit der Prävention heraus. So auch Lothar Heinz Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI): „Das wird wahrscheinlich nicht die letzte Pandemie sein.“

Rund 2.000 Zuschauer verfolgen digitales Impfsymposium

Der Deutsche Ärzteverlag  veranstaltet seit Jahren ein Expertensymposium zum Thema Impfen. Corona-bedingt fand die Veranstaltung allerdings erstmals ohne den Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) statt. Interessierte konnten stattdessen die digitale Diskussionsrunde auf aerzteblatt.de live verfolgen. Rund 2.000 Zuschauer nutzen diese Möglichkeit.

Marek Hetmann ist Verkaufsleiter Medizin beim Deutschen Ärzteverlag, © Deutscher Ärzteverlag/Immo Fuchs
Marek Hetmann, Verkaufsleiter Medizin beim Deutschen Ärzteverlag, © Deutscher Ärzteverlag/Immo Fuchs

In dem digitalen Format sieht Marek Hetmann, Verkaufsleiter beim Deutschen Ärzteverlag, klare Vorteile: „Hierdurch erreichen wir eine enorm große Zielgruppe. Vor allem auch deswegen, weil das Online-Portal des Deutschen Ärzteblatts eine der wichtigsten medizinischen Fachwebsites in Deutschland ist.“ Der derzeitige Höchstwert der Website von über 14 Millionen Page Impressions im Monat ist für ihn klares Indiz dafür, wie gefragt verlässliche und glaubwürdige medizinische Informationen sind. Dass der digitale Anschub dauerhafte Spuren im Nutzerverhalten hinterlassen wird, da ist sich Marek Hetmann sicher. Grund hierfür sei auch, dass „sich die Akzeptanz und zum Glück auch die Qualität der digitalen Angebote in den letzten Monaten noch mal deutlich zum Positiven verändert hat.“

Klar ist: Impfen – ja, nein, wie und wann? Das ist ein Thema, das nicht nur Ärztinnen und Ärzte interessiert. Auch in der gesellschaftlichen Debatte werden Fragen rund ums Impfen derzeit heiß diskutiert. Mit der Expertendiskussion möchte der Deutsche Ärzteverlag auch in der breiten Öffentlichkeit für mehr Aufklärung sorgen. Gleichzeitig geht es aber auch um konkrete Hilfestellungen und Empfehlungen für den ärztlichen Alltag in Klinik und Praxis – von Experten für Experten. „Der Deutsche Ärzteverlag ist in Print und online die erste Adresse für sehr viele Mediziner in Deutschland und nimmt hier seine marktführende Rolle entsprechend wahr“, so Marek Hetmann.

Kampagne zum Impfschutz

Bereits seit vielen Jahren macht sich der Deutsche Ärzteverlag für ein größeres Bewusstsein rund ums Thema Impfen stark. Mit prominenter Unterstützung lancierte das Kölner Medienhaus im letzten Jahr eine Kampagne, um die Arzt-Patienten-Kommunikation in diesem Bereich zu stärken. In Form eines gelben Ansteckbuttons riefen Dr. med. Eckart von Hirschhausen, Prof. Dr. Cornelia Betsch und Dr. Vera Zylka-Menhorn zu mehr Austausch auf. „Ich bin geimpft. Und Sie? Lassen Sie uns reden!“ hieß die Kampagnenidee, die auf Praxispostern, Ansteckern und in Anzeigen zu sehen war.

Digitale Angebote des Deutschen Ärzteverlags


Sie haben das digitale Impfsymposium am 9. Dezember verpasst? Hier können Sie das Video kostenfrei abrufen: https://www.aerzteblatt.de/events/impfsymposium

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