Studie digitales Pharmamarketing: Was wollen HCPs – und wann?

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Weltweit bevorzugen Ärztinnen und Ärzte Webinare, wenn es um Fortbildungen geht. © Irina Strelnikova / Adobe Stock

HCPs nutzen zunehmend digitale Kanäle. Aber welche und wofür? Insights fürs digitale Pharmamarketing. Der Healthcare Solution-Anbieter Indegene hat für seine Digitalstudie „The Digitally-Savvy HCP“ 2021 weltweit 984 Healthcare Professionals zu ihrer Nutzung digitaler Kanäle befragt.

Auch Deutschland ist vertreten, die folgenden Studienergebnisse konzentrieren sich auf den nationalen Bereich, sie geben einen Einblick in die Präferenzen dieser Zielgruppe. Einige davon überraschen.

 Mobile vs. Desktop

Computer bzw. der Laptop sind für HCPs in Deutschland das bevorzugte Device, wenn es um berufliche Informationen geht. Mobile first scheint somit nicht immer die beste Strategie im digitalen Pharmamarketing zu sein.

Welche Kanäle präferieren HCPs in Deutschland?

Laut Indegene nutzt die Mehrheit der Pharmaunternehmen in der Kommunikation vor allem Formate wie E-Mails, Remote Detailings, Video-Calls, Websites, Webinare, Magazine und das gute alte persönliche Meeting. Wie schaut es bei der Zielgruppe aus, welche Formate schätzt sie am meisten?

Social Media scheint bei Ärztinnen und Ärzten noch unter dem Radar zu sein. Soziale Medien werden von den Befragten kaum präferiert. Experten sehen hier allerdings Potenzial, vor allem, wenn es um spezifische Themengebiete wie Fortbildungsangebote geht. Im Fokus steht hier vor allem der Kanal LinkedIn mit seinen vielfältigen Engagement-Möglichkeiten. Es dürfte spannend sein, die Entwicklung in diesem Segment in den kommenden Jahren zu beobachten. Hoch im Kurs – und das auf beiden Seiten – ist das Webinar.

Präferiertes Format: das Webinar

Weltweit bevorzugen Ärztinnen und Ärzte Webinare, wenn es um Fortbildungen geht. Auch das besagt die Studie. In Deutschland sprechen sich 74 Prozent der Teilnehmenden für Webinare aus. Die Abbildung zeigt die Präferenzen nach Fachgruppen, in diesem Fall global.

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Der richtige Content zur richtigen Zeit: Fazit

Laut Studie sind Ärztinnen und Ärzte in Deutschland wochentags vor allem zwischen 17 und 20 Uhr erreichbar. Bevorzugt wird die Arbeit am Desktop. Digitale Kanäle nutzen HCPs vor allem, um sich fortzubilden, gerne on-demand. Dieser Trend ist global. Die Studie zeigt teilweise aber auch gravierende Unterschiede in der Nutzung digitaler Tools im internationalen Vergleich. In China und Indien werden Inhalte vor allem mobil konsumiert. Internationale Pharmaunternehmen sind somit gut beraten, ihr digitales Marketing in Zukunft noch besser auf die jeweilige Zielgruppe und Region anzupassen. One fits it all bleibt auch in Zukunft kein gutes Erfolgsrezept.


Hier finden Sie die komplette Indegene-Studie zum Download.

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Journalistin und Online-Redakteurin. Schreibt über Marken und Markenmacher in Healthcare, über Pharma- und Social-Media-Kommunikation.

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