How to: LinkedIn für Healthcare – 5 Tipps für den perfekten Auftritt

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LinkedIn Social Media
© LinkedIn (Screenshot /YouTube)

LinkedIn hat sich von der spröden Business-Plattform zum lebendigen Netzwerk gemausert und überrascht mit raffinierten Tools. Neuester Clou: LinkedIn Live. Unsere 5 Content-Tipps für den perfekten Auftritt.

Rund 570 Millionen Mitglieder nutzen LinkedIn weltweit, davon sind 13 Millionen im deutschsprachigen Raum beheimatet. Damit ist das Portal nach eigenen Angaben das größte berufliche Netzwerk weltweit – und ist für die B2B-Kommunikation ein wichtiger Baustein. Vor allem in den Bereichen Recruiting und Employer Branding punktet die Plattform, aber auch Brand-Building-Content wie beispielsweise Studienergebnisse von Pharma findet hier das richtige Zielpublikum.

13 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum vernetzen sich über LinkedIn. Foto: LinkedIn Corporation
13 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum vernetzen sich über LinkedIn. © LinkedIn Corporation

Denn tatsächlich bietet der Social-Media-Kanal Marketern neben den User-Zahlen inzwischen einen zusätzlichen Anreiz: Eine wachsende Interaktions-Rate. Die Anzahl der Likes, Shares und Kommentare in Bezug auf geteilte Inhalte sind laut Unternehmen im Jahresvergleich um 50 Prozent gestiegen, die der individuellen Nachrichten von Mitglied zu Mitglied um 40 Prozent. Diese Entwicklung ist auch den Content-Tools zu verdanken, die das Unternehmen in den letzten Jahren gelauncht hat – und die Social-Media-Nutzern teilweise bekannt vorkommen dürften. Der Social-Media-Watchblog-Herausgeber und Branchenfachmann Martin Fehrensen bringt es in seinem Newsletter auf den Punkt: LinkedIn orientiert sich an den Platzhirschen in den Socials – und überträgt deren Funktionen in sein Netzwerk. Beispiel: LinkedIn-Mitglieder können Hashtags folgen.

1.) LinkedIn Live: Vorerst nur in den USA

Ein weiteres Beispiel für diese strategische Ausrichtung trägt den Titel LinkedIn Live – und lehnt sich an die Funktion von Facebook Live an. Zusätzlich zu den beliebten Videos können Mitglieder in Zukunft auch Live-Streams im Feed posten. Inklusive Interaktions-Möglichkeiten: Die Zuschauer können während der Übertragung Fragen oder Kommentare über einen Chat veröffentlichen, der Account-Manager moderiert diesen in Echtzeit. Konferenzen, Q&A-Runden mit Unternehmen oder Bewerbern, Begleitung von Messen, Preisverleihungen oder Interviews können auf diese Weise attraktiv in diesem Netzwerk positioniert werden. Klasse für Recruiting- oder Brand-Building-Maßnahmen. Allerdings steht LinkedIn Live in der Beta-Phase nur ausgewählten Partnern in den USA zur Verfügung. Aber wir erinnern uns: Bei der Integration seiner Blogging-Funktion ging der Social-Media-Anbieter ähnlich vor. Diese Funktion ist inzwischen für alle nutzbar.

2.) LinkedIn Pulse: Die Blogger-Funktion für Experten

Auf LinkedIn dominiert der Link-Post im Feed, dabei bietet der Kanal seinen Nutzern mit LinkedIn Pulse zusätzlich die Möglichkeit, auch Longreads zu veröffentlichen: Das optimale Tool für Entscheider und Experten, um sich und ihr Know-how zu positionieren. Dieses Tool ist im Kern eine Blogging-Funktion, deren Fokus auf Text liegt. Laut Content Marketing Institut liegt die optimale Länge dieser Blog-Artikel bei 1000 bis 2000 Wörtern. Wichtig: der optisch starke Aufmacher und eine emotionale Head. Ansonsten spielen Bilder eine untergeordnete Rolle. Pfizer-Chief-Executive-Officer Albert Bourla beispielsweise nutzt die Funktion, um unter anderem den Wertekodex seines Unternehmens zu erläutern. LinkedIn Pulse ist eine elegante Möglichkeit, originären Content zu platzieren und sich zu positionieren, Diskussionen zu relevanten Themen und Branchentopics anzustoßen, Feedback zu Veranstaltungen zu geben oder die Unternehmenskultur vorzustellen. Pulse-Beiträge können im Feed und in den entsprechenden Fachgruppen geteilt werden.

3.) LinkedIn Gruppen: Mitmachen oder gründen

Gruppen bieten Mitgliedern die Möglichkeit, sich branchenintern zu vernetzen, sich über relevante Topics und Insights auszutauschen – und die eigene Message zielgruppengenau zu kommunizieren. Unternehmen haben die Möglichkeit, eigene Gruppen ins Leben zu rufen und als Featured Group auf der LinkedIn-Unternehmensseite zu präsentieren. Pfizer beispielsweise pflegt eine eigene Gruppe als Netzwerk für seine Mitarbeiter.

4.) LinkedIn Showcases: Das Profil in allen Facetten

Showcase Pages sind eine Art Subdomains, sie ermöglichen die Hervorhebung bestimmter Bereiche innerhalb des Unternehmensprofils. Pro Unternehmensseite können bis zu zehn Showcase Pages erstellt werden. LinkedIn Showcases sind zu Unrecht ein unterschätztes und oftmals vernachlässigtes Tool. Dabei ist es perfekt geeignet, um sich als Healthcare-Unternehmen mit allen Facetten zu präsentieren und so einen Einblick in das eigene Ökosystem, das Selbstverständnis oder die Tätigkeitsbereiche zu geben. Auch unterschiedliche Produkte oder Tochterunternehmen können so dargestellt werden. Es lohnt sich, hier ein wenig Zeit zu investieren. Der Pharmakonzerne Novartis zeigt, wie es geht und nutzt Showcases, um Aktionen und das Engagement in Szene zu setzen

Linkedin Showcases sind einer der fünf Content Tipps für den perfekten Auftritt auf Linkedin.
Novartis‘ Unternehmenskultur in Showcases auf LinkedIn. Quelle: Screenshot LinkedIn

5.) LinkedIn Ads: die Zusatzoption für Special Content

LinkedIn bietet verschiedene Möglichkeiten im B2B-Advertising: Mit sponsored InMails erreichen Unternehmen ihre Zielgruppe personalisiert in deren Postfach, Text Ads erscheinen rechts auf der LinkedIn-Startseite und Sponsored Content erscheint im Aktivitätsfeed der im Vorfeld definierten Zielgruppe.

Linkedin InMail Ads landen personalisiert im Postfach von Mitgliedern
LinkedIn InMail Ads landen personalisiert im Postfach von Mitgliedern. Quelle: Screenshot LinkedIn

Diese müssen dem Unternehmen nicht folgen. Die Contentart kann variieren zwischen Text- oder Bildmaterial, erst 2018 ergänzte LinkedIn sein Sponsored-Content-Angebot um Videoanzeigen im Newsfeed. Für HR-Maßnahmen an Kliniken oder Veranstaltungsankündigungen von Healthcare-Unternehmen sind letztere mit Sicherheit eine interessante Zusatzoption.

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